PlasmaVersum – Der Film


Eine Dokumentation über das Wesen des Kosmos, die im krassen Widerspruch zum allgemein „anerkannten“ Urknall/Gravitations-Modell steht.

Spätestens seit den Siebzigerjahren wissen wir, daß alle Galaxien und die weiten Bereichen zwischen ihnen von elektrisch leitfähigem Gas, sogenanntem Plasma, erfüllt sind. Als die Urknalltheorie in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt wurde, wußte man davon jedoch noch nichts.

PlasmaVersum

Deshalb machte man den Fehler, galaktische Vorgänge ausschließlich mithilfe der äußerst schwachen Gravitation beschreiben und erklären zu wollen. Da wir heute aber wissen, daß 99,99% der Materie im Plasmazustand existieren und dieses Plasma unter dem Einfluß des Elektromagnetismus steht, muß sich auch unser Bild von kosmischen Vorgängen zwangsläufig verändern.

Welch faszinierende neue Erkenntnisse die Plasmakosmologie bietet, versuche ich in diesem knapp dreistündigen Film grob darzustellen.

Von der Entstehung der Galaxien, über die Natur der Sterne und Kometen, bis hin zu einer alternativen Geschichte unseres Sonnensystems, in dem Krater und andere große planetare Strukturen durch elektrische Entladungen geformt wurden, bietet das PlasmaVersum spannende neue Perspektiven in der Kosmologie.

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👁👽Archäologen finden in Pharaonen-Grab Dolch, der aus einem außerirdischem Material besteht‼️


Japanische Forscher haben herausgefunden, dass ein vergoldeter Dolch aus dem Grab des ägyptischen Herrschers Tutanchamun aus extraterrestrischem Material besteht.

Narashino – Wissenschaftler aus Japan konnten Rückschlüsse darüber ziehen, woher der rätselhafte Dolch im Grab von Tutanchamun stammt. Denn neben vielen wertvollen Objekten in der Grabstätte des ägyptischen Herrschers stach diese goldverzierte Waffe hervor. Als Tutanchamun im 14. Jahrhundert vor Christus regierte, war die Eisenverhüttung noch nicht allgegenwärtig.

Ein Forscherteam um Takafumi Matsui und Tomoko Arai vom Chiba Institute of Technology in Narashino hat jetzt den Verdacht geäußert, dass der Dolch möglicherweise das Geschenk eines orientalischen Herrschers gewesen sein könnte, berichtet Spektrum. Zudem wisse man nun auch, aus welcher Art von Meteor die Eisenklinge hergestellt wurde.

Metall stammt von Meteorit

Zuvor haben wissenschaftliche Gruppen, unter anderem aus Deutschland, mittels Röntgenfluoreszenz-Methode nachweisen können, dass es sich dabei um Meteoreisen handelt. Die Ergebnisse dazu wurden 2016 im Fachblatt Metalla publiziert. Ausschlaggebend für den außerirdischen Metallanteil ist der hohe Nickelanteil. Dieser sollte bei mehr als vier Gewichtsprozent liegen. In diesem Fall liegt der Anteil bei 9,8 bis 13,1 Gewichtsprozent.

Die japanischen Forscher machten den Nickelanteil auf dem Dolch mit einer Röntgenfluoreszenz-Kamera sichtbar. Dadurch konnten sie ermitteln, dass es sich um Metall von einem Oktaedriten handelt, einem Nickel-Eisen-Meteorit.

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US-Kongress – Kommt jetzt auch noch die Alien-Invasion?


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Erstmals direkte Aufnahme vom Schwarzen Loch im Zentrum der Milchstraße


Diese Abbildung zeigt zum ersten Mal Sgr A*, das supermassereiche schwarze Loch im Zentrum unserer Galaxie. Es ist der erste direkte visuelle Nachweis für die Anwesenheit dieses Schwarzen Lochs. Copyright: EHT Collaboration

Diese Abbildung zeigt zum ersten Mal Sgr A*, das supermassereiche schwarze Loch im Zentrum unserer Galaxie. Es ist der erste direkte visuelle Nachweis für die Anwesenheit dieses Schwarzen Lochs.
Copyright: EHT Collaboration

Garching (Deutschland) – Astronomen der Event Horizon Telescope (EHT) Collaboration haben erstmals eine direkte Aufnahme des Schwarzen Lochs im Herzen unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße veröffentlicht.

Wie das EHT-Team soeben auf weltweiten Pressekonferenzen berichtete, liefere die Aufnahmen „überwältigende Beweise dafür, dass es sich bei dem Objekt tatsächlich um ein Schwarzes Loch handelt, und damit wertvolle Hinweise auf die Funktionsweise solcher Giganten, von denen man annimmt, dass sie sich im Zentrum der meisten Galaxien befinden.“ Die Ergebnisse des EHT-Teams werden heute in einer Sonderausgabe des Fachjournals „The Astrophysical Journal Letters“ veröffentlicht.

Das Bild wurde von einem globalen Forschungsteam, der Event Horizon Telescope (EHT) Collaboration, unter Verwendung von Beobachtungen aus einem weltweiten Netzwerk von Radioteleskopen erstellt. Es zeigt den lang erwarteten Blick auf jenes massereiche Objekt, das sich im Zentrum unserer Galaxie befindet.

Schon zuvor hatten Wissenschaftler Sterne beobachten können, die um ein bis anhin unsichtbares, kompaktes und sehr massereiches Objekt im Zentrum der Milchstraße kreisen. „Dies deutete stark darauf hin, dass es sich bei diesem Objekt – bekannt als Sagittarius A* (Sgr A*) – um ein Schwarzes Loch handelt, und die heutige Aufnahme liefert den ersten direkten visuellen Beweis dafür“, erläutert die Pressemitteilung der Europäischen Südsternwarte (ESO).

„Obwohl wir das schwarze Loch selbst nicht sehen können, weil es völlig dunkel ist, zeigt das umgebende glühende Gas eine verräterische Signatur: eine dunkle zentrale Region (Schatten genannt), die von einer hellen ringförmigen Struktur umgeben ist.“ Dieser neue Blick zeige das Licht, das durch die starke Schwerkraft des schwarzen Lochs, das vier Millionen Mal massereicher als unsere Sonne ist, gebeugt wird.

„Wir waren verblüfft, wie gut die Größe des Rings mit den Vorhersagen von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie übereinstimmte“, sagte EHT-Projektwissenschaftler Geoffrey Bower vom Institut für Astronomie und Astrophysik der Academia Sinica in Taipeh. „Diese beispiellosen Beobachtungen haben unser Verständnis dessen, was im Zentrum unserer Galaxie geschieht, erheblich verbessert und bieten neue Erkenntnisse darüber, wie diese riesigen schwarzen Löcher mit ihrer Umgebung in Verbindung stehen.“

Da das Schwarze Loch etwa 27.000 Lichtjahre von der Erde entfernt ist, erscheint es uns am Himmel etwa so groß wie ein Krapfen auf dem Mond. Schwarzen Lochs schuf das Team das leistungsstarke EHT, das acht bestehende Radio-Observatorien auf der ganzen Welt zu einem einzigen virtuellen Teleskop in Erdgröße verband. Das EHT beobachtete Sgr A* in mehreren Nächten im Jahr 2017. Neben anderen Einrichtungen umfasst das EHT-Netzwerk von Radioobservatorien auch das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) und das Atacama Pathfinder EXperiment (APEX) in der Atacama-Wüste in Chile, die von der ESO im Namen ihrer europäischen Mitgliedsstaaten mitbetreut werden. Europa trägt auch mit anderen Radioobservatorien zu den EHT-Beobachtungen bei – dem 30-Meter-Teleskop IRAM in Spanien und, seit 2018, dem NOrthern Extended Millimeter Array (NOEMA) in Frankreich – sowie mit einem Supercomputer zur Kombination von EHT-Daten, der vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Deutschland betrieben wird. Darüber hinaus hat Europa das EHT-Konsortiumsprojekt durch Zuschüsse des Europäischen Forschungsrats und der Max-Planck-Gesellschaft in Deutschland finanziell unterstützt.

Dieses Bild zeigt das Atacama Large Millimeter/Submillimeter Array (ALMA) mit Blick auf die Milchstraße sowie die Position von Sagittarius A*, dem supermassereichen schwarzen Loch in unserem galaktischen Zentrum. Im Kasten hervorgehoben ist das Bild von Sagittarius A*, das von der Event Horizon Telescope (EHT) Collaboration aufgenommen wurde. Copyright: ESO/José Francisco Salgado (josefrancisco.org), EHT Collaboration

Dieses Bild zeigt das Atacama Large Millimeter/Submillimeter Array (ALMA) mit Blick auf die Milchstraße sowie die Position von Sagittarius A*, dem supermassereichen schwarzen Loch in unserem galaktischen Zentrum. Im Kasten hervorgehoben ist das Bild von Sagittarius A*, das von der Event Horizon Telescope (EHT) Collaboration aufgenommen wurde.
Copyright: ESO/José Francisco Salgado (josefrancisco.org), EHT Collaboration

„Es ist sehr faszinierend für die ESO, dass sie über so viele Jahre hinweg eine so wichtige Rolle bei der Entschlüsselung der Geheimnisse Schwarzer Löcher und insbesondere von Sgr A* gespielt hat“, kommentierte ESO-Generaldirektor Xavier Barcons. „Die ESO hat nicht nur durch die ALMA- und APEX-Anlagen zu den EHT-Beobachtungen beigetragen, sondern mit ihren anderen Observatorien in Chile auch einige der früheren bahnbrechenden Beobachtungen des galaktischen Zentrums ermöglicht.“

Der EHT-Erfolg folgt auf die Veröffentlichung des ersten Bildes eines schwarzen Lochs, genannt M87*, im Zentrum der weiter entfernten Galaxie Messier 87 im Jahr 2019 .

Vergleich der beiden bislang abgebildeten Schwarzen Löcher (M87* l. und Sgr A* r.) Copyright: EHT Collaboration

Vergleich der beiden bislang abgebildeten Schwarzen Löcher (M87* l. und Sgr A* r.)
Copyright: EHT Collaboration

Wie die Forschenden des EHT weiter erläutern, sehen sich die beiden Schwarzen Löcher bemerkenswert ähnlich, obwohl das Schwarze Loch unserer Galaxie mehr als tausendmal kleiner und weniger massereich ist als M87*. „Wir haben zwei völlig unterschiedliche Arten von Galaxien und zwei sehr unterschiedliche Massen von Schwarzen Löchern, aber in der Nähe des Randes dieser schwarzen Löcher sehen sie sich verblüffend ähnlich“, sagt Sera Markoff, Co-Vorsitzende des EHT-Wissenschaftsrats und Professorin für theoretische Astrophysik an der Universität von Amsterdam in den Niederlanden. „Das sagt uns, dass die Allgemeine Relativitätstheorie im Nahbereich für diese Objekte dominiert und alle Unterschiede, die wir in größerer Entfernung sehen, auf Abweichungen im Material zurückzuführen sein müssen, das die schwarzen Löcher umgibt.“

Die Erstellung der nun vorgelegten Aufnahme sei wesentlich schwieriger gewesen als bei M87*, erläutern die Forschenden, und das, obwohl uns Sgr A* viel näher ist. Der EHT-Wissenschaftler Chi-kwan (‚CK‘) Chan vom Steward Observatory und dem Department of Astronomy und dem Data Science Institute der University of Arizona, USA, erklärt: „Das Gas in der Nähe der schwarzen Löcher bewegt sich mit der gleichen Geschwindigkeit – fast so schnell wie das Licht – sowohl um Sgr A* als auch um M87*. Aber während das Gas Tage bis Wochen braucht, um das größere M87* zu umkreisen, vollendet es eine Umkreisung um das viel kleinere Sgr A* in nur wenigen Minuten. Das bedeutet, dass sich die Helligkeit und das Muster des Gases um Sgr A* schnell änderten, während die EHT Collaboration es beobachtete – ein bisschen wie der Versuch, ein klares Bild von einem Welpen zu machen, der schnell seinem Schwanz nachjagt.“

Hierzu mussten die Wissenschaftler raffinierte neue Methoden entwickeln, um die Gasbewegung um Sgr A* zu berücksichtigen: „Während M87* ein einfacheres, stabileres Ziel war, bei dem fast alle Bilder gleich aussahen, war dies bei Sgr A* nicht der Fall. Das Bild des schwarzen Lochs Sgr A* ist ein Durchschnitt der verschiedenen Bilder, die das Team extrahiert hat, und offenbart schließlich zum ersten Mal den Riesen, der im Zentrum unserer Galaxie lauert.“

Dieser Erfolg wurde durch den Einfallsreichtum von mehr als 300 Forschenden aus 80 Instituten auf der ganzen Welt ermöglicht, die zusammen die EHT Collaboration bilden. Neben der Entwicklung komplexer Werkzeuge zur Bewältigung der Herausforderungen bei der Abbildung von Sgr A* hat das Team fünf Jahre lang sorgfältig gearbeitet und Supercomputer zur Kombination und Analyse ihrer Daten eingesetzt. Gleichzeitig hat es eine noch nie dagewesene Bibliothek simulierter schwarzer Löcher zum Vergleich mit den Beobachtungen zusammengestellt.

Größenvergleich der beiden schwarzen Löcher, die von der Event Horizon Telescope (EHT) Collaboration aufgenommen wurden: M87*, im Herzen der Galaxie Messier 87, und Sagittarius A* (Sgr A*), im Zentrum der Milchstraße. Das Bild zeigt die Größe von Sgr A* im Vergleich zu M87* und anderen Elementen des Sonnensystems wie den Bahnen von Pluto und Merkur. Außerdem werden der Durchmesser der Sonne und die aktuelle Position der Raumsonde Voyager 1, des am weitesten von der Erde entfernten Raumfahrzeugs, angezeigt. M87*, das 55 Millionen Lichtjahre entfernt liegt, ist eines der größten schwarzen Löcher, die bekannt sind. Während das 27.000 Lichtjahre entfernte Sgr A* eine Masse hat, die etwa dem Viermillionenfachen der Masse der Sonne entspricht, wiegt M87* das Sechshundertfache dieser Zahl. Aufgrund ihrer relativen Entfernung von der Erde erscheinen beide schwarzen Löcher am Himmel gleich groß. Copyright: EHT collaboration (acknowledgment: Lia Medeiros, xkcd)

Größenvergleich der beiden schwarzen Löcher, die von der Event Horizon Telescope (EHT) Collaboration aufgenommen wurden: M87*, im Herzen der Galaxie Messier 87, und Sagittarius A* (Sgr A*), im Zentrum der Milchstraße. Das Bild zeigt die Größe von Sgr A* im Vergleich zu M87* und anderen Elementen des Sonnensystems wie den Bahnen von Pluto und Merkur. Außerdem werden der Durchmesser der Sonne und die aktuelle Position der Raumsonde Voyager 1, des am weitesten von der Erde entfernten Raumfahrzeugs, angezeigt. M87*, das 55 Millionen Lichtjahre entfernt liegt, ist eines der größten schwarzen Löcher, die bekannt sind. Während das 27.000 Lichtjahre entfernte Sgr A* eine Masse hat, die etwa dem Viermillionenfachen der Masse der Sonne entspricht, wiegt M87* das Sechshundertfache dieser Zahl. Aufgrund ihrer relativen Entfernung von der Erde erscheinen beide schwarzen Löcher am Himmel gleich groß.
Copyright: EHT collaboration (acknowledgment: Lia Medeiros, xkcd)

Der Umstand, dass mittlerweile die Aufnahmen von zwei sehr unterschiedlich großen Schwarzen Löchern vorliegen hilft den Forschern, besser zu verstehen, worin sie sich ähneln und unterscheiden. Schon jetzt haben die Wissenschaftler damit begonnen, die neuen Daten zu nutzen, um Theorien und Modelle darüber zu testen, wie sich Gas in der Umgebung supermassereicher schwarzer Löcher verhält. Dieser Prozess ist noch nicht vollständig verstanden, aber es wird angenommen, dass er eine Schlüsselrolle bei der Entstehung und Entwicklung von Galaxien spielt.

„Jetzt können wir die Unterschiede zwischen diesen beiden supermassereichen schwarzen Löchern untersuchen, um wertvolle neue Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie dieser wichtige Prozess funktioniert. Wir haben Bilder von zwei schwarzen Löchern – eines am oberen und eines am unteren Ende der supermassereichen schwarzen Löcher im Universum – so dass wir bei der Untersuchung des Verhaltens der Schwerkraft in diesen extremen Umgebungen viel weiter vorankommen können als jemals zuvor“, so EHT-Wissenschaftler Keiichi Asada vom Institut für Astronomie und Astrophysik der Academia Sinica in Taipeh.

Im vergangenen März (2022) startete nun schon die nächste große Beobachtungskampagne, an der mehr Teleskope als je zuvor beteiligt sind. „Der kontinuierliche Ausbau des EHT-Netzwerks und bedeutende technologische Modernisierungen werden es den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen ermöglichen, in naher Zukunft noch weitere beeindruckende Bilder und Filme von Schwarzen Löchern zu präsentieren“, so die ESO abschließend.

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WICHTIG!!!“Pandamned: Die Welt im Bann der Pandemie”


Hier der Download-Link in HD: https://we.tl/t-GKpD1nZ4GZ

Download-Link zu den Untertiteln zum Selbereinfügen: Pandamned_deutsch

(Anleitung dazu folgt noch)

https://www.freischwebende-intelligenz.org/p/pandamnedweltpremiere?r=2s17a&s=w

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Data Sonifikation: So klingt ein Schwarzes Loch


Der Perseus-Galaxienhaufen mit der markierten Region des Schwarzen Lochs in einer Aufnahme des Röntgen-Weltraumteleskops „Chandra“. Copyright: NASA / chandra.harvard.edu

Der Perseus-Galaxienhaufen mit der markierten Region des Schwarzen Lochs in einer Aufnahme des Röntgen-Weltraumteleskops „Chandra“.
Copyright: NASA / chandra.harvard.edu

Washington (USA) – Schon 2003 haben NASA-Wissenschaftler Klänge mit einem Schwarzen Loch im Zentrum des Perseus-Galaxienhaufens identifiziert. Möglich wird dies durch die Umsetzung von für uns Menschen eigentlich nicht hörbaren, von heißen Gasen des Schwarzen Lochs verursachten Druckwellen, die mittels der sog. Daten-Sonifikation in Musiknoten umgewandelt werden.

Wie die US-Raumfahrtbehörde NASA berichtet, konnten anhand des Schwarzen Lochs im Zentrum des Perseus-Galaxienhaufens (S. Abb. o.) zahlreiche Töne identifiziert werden, von denen die meisten jedoch für das menschliche Ohr nicht hörbar sind, da einige davon 57 Oktaven unterhalb des mittleren C’s liegen. Die Daten selbst stammen vom Röntgen-Weltraumobservatorium „Chandra“.

NASA-Pressemitteilung. „Innerhalb von Galaxienhaufen gibt es aber unvorstellbar große Mengen an Gasen und damit auch ein Medium, durch das Schallwellen reisen können.“

Die nun in Perseus ermittelten Klangwellen wurden radial extrahiert – also vom Zentrum der Galaxie nach außen gemessen. „Die Signale wurden dann re-synthetisiert, um 57 und 58 Oktaven erhöht, um sie so auch für das menschliche Ohr hörbar zu machen. Auf diese Weise sind die nun um das bis zu 288-Billiardenfache höher als ihre ursprüngliche Frequenz.“ Im folgenden Video zeigt ein Radar-artig umlaufender Zeiger, von welchen Orten, die die Wellen in unterschiedlichen Richtungen ausgehen. Das visuelle Bild der Perseus-Galaxie basiert ebenfalls auf den Chandra-Daten im blauen und violetten Farbspektrum.

Hintergrund
“Schon Ende des 18. Jahrhunderts spekulierten die Naturforscher John Mitchell und Pierre Simon de Laplace über ‘dunkle Sterne’, deren Schwerkraft so stark ist, dass Licht ihnen nicht entkommen kann.” Es war diese Idee, die die Grundlage der später dann durch die von Albert Einstein konkretisierten allgemeinen Relativitätstheorie beschriebenen Vorstellung von Schwarzen Löchern legte.

Schwarze Löcher sind Objekte mit einer derart großen und extrem komprimierten Masse, dass selbst das Licht ihrer Anziehungskraft nicht entkommen kann – weshalb sie auch eigentlich nicht direkt beobachtet werden können. Dennoch lassen sie sich eben aufgrund ihrer gewaltigen Schwerkraft indirekt nachweisen. Unter anderem durch die Messung der durch die Kollision zweier Schwarzer Löcher ausgelösten sogenannten Gravitationswellen..

Auch im Zentrum unserer Milchstraße sollte sich, rund 26.000 Lichtjahre von der Erde entfernt, ein solches Schwarzes Loch mit der Bezeichnung Sagittarius A* befinden. Aufgrund seiner Wechselwirkung mit seiner kosmischen Umgebung schätzen Astrophysiker seine Masse auf die von rund 4,3-4,5 Millionen Sonnen.

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Aufnahmen von unerklärten Photos des Mars-Rover


Eine der zahlreichen vermeintlichen UFO-Details auf Aufnahmen des Mars-Rovers „Perseverance“. Copyright: NASA

Eine der zahlreichen vermeintlichen UFO-Details auf Aufnahmen des Mars-Rovers „Perseverance“.
Copyright: NASA

Washington (USA) – Erneut sorgen Aufnahmen eines Mars-Rovers der NASA für kontroverse Web-Diskussionen – zeigen sie doch vermeintlich fliegende Objekte am Mars-Himmel. Tatsächlich ist es nicht das erste Mal, dass solche „UFOs“ auf Aufnahmen der Mars-Rover entdeckt wurden . Jetzt hat sich die NASA selbst zu den Spekulationen über die zunächst unidentifizierten Objekte auf den Bildern geäußert und bezeichnet diese als Schwindel. Das wiederum widerspricht jedoch dem Umstand, dass sich die Bilder samt der fraglichen Bilddetails in den offiziellen Bilddatenbanken und Rohdaten der Rover finden.

Über die aktuellen „Mars-UFOs“ auf neusten Aufnahmen des neuen NASA-Rovers „Perseverance“ hatte zunächst das US-Nachrichtenportal TheDebrief.org“ berichtet und beruft sich dabei auf das folgende Youtube-Infovideo des Kanals „Physics Insight“.

Darin zu sehen sind denn auch tatsächlich Aufnahmen einer der Kameras des NASA-Rovers “Perseverance”, der derzeit im Mars-Krater Jezero nach Beweisen für einstiges Leben auf dem Mars sucht.

Auf Anfrage von TheDebrief unter Verweis auf das Video ließ sich die NASA-Sprecherin Alana Johnson zu folgender Aussage hinreißen: „Raumfahrt-Enthusiasten und andere Bildbearbeiter lassen sich oft von den Rohbildern der Missionen, die von der NASA als Downloads zur Verfügung gestellt werden, begeistern. Manchmal werden (diese Bilder) dann aber auch zu Fan-Kunst verändert, die dann auch online geteilt wird. Bei den Bildern, nach denen Sie hier konkret fragen, scheint es sich um eben solche Produkte zu handeln”. (Orig.: “Space enthusiasts and other image processors are often excited about raw imagery downlinked from NASA spacecraft. Sometimes it is used and altered to create fan-made works shared online. The particular product you are asking about seems to be one of those examples.”)

Kurz: Die NASA-Sprecherin bezeichnet die Aufnahmen also als Schwindel.

Dass zumindest diese Behauptung aber eindeutig falsch ist, zeigt ein Blick in das umfangreiche Online-Archiv der NASA zu besagten Roh-Bilddaten des NASA-Rovers. Hier zeigt sich, dass es sich um Aufnahmen der sogenannten Navigation Camera (Navcam) des Perseverance-Rovers handelt.

Bei dem Navcam-Instrument handelt es sich um eine Stereokamera – sie besteht also aus zwei Linsen (Left & Right), die jeweils zeitgleich Aufnahmen liefern.

Abb. 1: Zum einen handelt es sich um eine Aufnahme vom 406. Missionstag (Sol = 11. April 2022), die um 09:23:51 Uhr von der „Left Navigation Camera“ (also „linken“ Navcam) aufgenommen wurde. Das vermeintliche „UFO-Bilddetail“ sehen Sie vergrößert im Ausschnitt. Klicken Sie auf die Bildmitte, um zum Originalbild der NASA im Online-Archiv der RAW-Bilder der Perseverance-Mission zu gelangen.
Copyright: NASA/JPL-Caltech

Abb. 2: Zum anderen um eine Aufnahme vom 419. Missionstag (Sol = 25. April 2022), die um 14:29:33 Uhr von der „Right Navigation Camera“ (also „rechten“ Navcam) aufgenommen wurde. Das vermeintliche „UFO-Bilddetail“ sehen Sie vergrößert im Ausschnitt. Klicken Sie auf die Bildmitte, um zum Originalbild der NASA im Online-Archiv der RAW-Bilder der Perseverance-Mission zu gelangen.
Copyright: NASA/JPL-Caltech

Da es sich aber, wie bereits erläutert, um eine Stereokamera mit zwei zwar simultan aber unabhängigen auslösenden Linsen handelt, muss jedes Objekt, das auch wirklich ein natürlicher Teil der abgebildeten Landschaft im Bildausschnitt ist, erwartungsgemäß auch auf beiden Aufnahmen der Navcam zu sehen sein.

Die folgenden beiden Aufnahmen zeigen sozusagen die Gegenstücke zu den beiden obig diskutierten Aufnahmen. Hier sind die „UFOs“ jedoch nicht zu sehen!

Zunächst das Gegenstück zur Aufnahme vom 406. Missionstag (vgl. Abb. 1, o.), die um 09:23:51 Uhr nun von der „Right Navigation Camera“ (also „rechten“ Navcam) aufgenommen wurde. Das vermeintliche „UFO-Bilddetail“ ist hier nicht zu finden. Klicken Sie auf die Bildmitte, um zum Originalbild der NASA im Online-Archiv der RAW-Bilder der Perseverance-Mission zu gelangen.
Copyright: NASA/JPL-Caltech

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Und hier das Gegenstück zur Aufnahme vom 419. Missionstag (vgl. Abb. 2), die um 09:23:51 Uhr nun von der „Left Navigation Camera“ (also „linken“ Navcam) aufgenommen wurde. Das vermeintliche „UFO-Bilddetail“ ist hier nicht zu finden.Klicken Sie auf die Bildmitte, um zum Originalbild der NASA im Online-Archiv der RAW-Bilder der Perseverance-Mission zu gelangen.
Copyright: NASA/JPL-Caltech

Ganz offensichtlich handelt es sich hier also entweder um einen sich lediglich auf die jeweilige Kameralinse auswirkenden Bildfehler oder Verschmutzung.

Dieser Eindruck wird zudem noch von der Tatsache gestützt, dass sich beide „UFOs“ auch auf anderen Aufnahmen des Rovers der jeweiligen Tage finden lassen – und das sogar mit nahezu identischer Ausrichtung und Position im Bildausschnitt.

Eine Aufnahme vom 406. Missionstag (Sol = 11. April 2022), die um 09:25:38 Uhr von der „Left Navigation Camera“ (also „linken“ Navcam) aufgenommen wurde. Auch hier ist das identische vermeintliche „UFO-Bilddetail“ zu sehen (siehe Ausschnitt). Klicken Sie auf die Bildmitte, um zum Originalbild der NASA im Online-Archiv der RAW-Bilder der Perseverance-Mission zu gelangen.
Copyright: NASA/JPL-Caltech

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Gleiches gilt für den 419. Missionstag, nun aber um 14:41:52 Uhr von der „Right Navigation Can“ (also „rechten“ Navcam) aufgenommen wurde. Auch sie zeigt das identische „UFO-Detail) in gleicher Ausrichtung und Position (siehe Vergrößerung). Klicken Sie auf die Bildmitte, um zum Originalbild der NASA im Online-Archiv der RAW-Bilder der Perseverance-Mission zu gelangen.
Copyright: NASA/JPL-Caltech

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l (420) findet sich das vermeintliche „UFO-Detail“ noch immer an gleicher Stelle in gleicher Position (siehe Vergrößerung). Klicken Sie auf die Bildmitte, um zum Originalbild der NASA im Online-Archiv der RAW-Bilder der Perseverance-Mission zu gelangen.
Copyright: NASA/JPL-Caltech

Wie gezeigt werden kann, sind zumindest die hier diskutierten „UFOs“ also nicht Teil der natürlichen Landschaft bzw. des Mars-Himmels, sondern bilden sich nur auf jeweils einer Linse des Stereosystems am – und finden sich vermutlich auf noch vielen anderen Aufnahmen der Navcam. Ob es sich also um einen Bildfehler oder eine Verschmutzung handelt, ist von hier aus wohl kaum zu entscheiden. Um einen „Schwindel von Raumfahrtenthusiasten“, wie es die NASA-Sprecherin behauptet, handelt es sich aber auch ganz sicher nicht

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Liegt vor Papua-Neuguinea ein interstellares Objekt am Meeresgrund?


Archivbild: Meteor. Copyright: Navicore (via WikimediaCommons) / CC BY 3.0

Archivbild: Meteor.
Copyright: Navicore (via WikimediaCommons) / CC BY 3.0

Cambridge (USA) – Bereits im vergangenen März bestätigten sich erste Berechnungen aus dem Jahr 2019, die nahe legten, dass ein Meteor, der im Januar 2014 als Feuerspur in der Atmosphäre über Papua-Neuguinea verglüht war, nicht aus unserem eigenen Sonnensystem stammte, sondern interstellarer Herkunft war – und das fast 4 Jahre vor der Entdeckung des bislang offiziell ersten interstellaren Objekts im Sonnensystem – dem Objekt mit der Bezeichnung `Oumuamua. Neuste Daten von Regierungssensoren bestätigen die interstellare Herkunft nun weiterhin. Was bleibt, ist die Frage, ob Fragmente dieses interstellaren Objekts den Ritt durch die Erdatmosphäre überdauert haben und somit heute am Ozeanboden gefunden werden könnten? Mehr noch: Könnte es sich vielleicht sogar um Reste einer außerirdischen Technologie handeln?

Letztere Frage wurde nicht von irgendeinem Science-Fiction-Autoren aufgeworfen, sondern von dem Harvard-Astronomie-Professor Dr. Avi Loeb. Loeb ist für seine unkonventionelle Theorie bekannt, die astrophysikalischen Erklärungen für das Objekt `Oumuamua widerspricht und stattdessen in diesem Reste eines außerirdischen Artefakts vermutet . Seit 2021 verfolgen Loeb und Kollegen mit dem „Galileo Project“ an der Harvard University die Suche nach Beweisen für außerirdische Technologien auf der Erde und im Sonnensystem und haben hierzu auch schon auf dem Dach des Harvard College Observatory ein KI-Beobachtungssystem für unidentifizierte Phänomene im Luftraum (UAP) bzw. UFOs installiert .

Hintergrund
Bereits 2019 hatten Amir Siraj und Professor Avi Loeb von der Harvard University via ArXiv.org dargelget, dass ein Meteor, der im Januar 2014 als Feuerspur in der Atmosphäre über Papua Neuguinea verglüht war. Während es sich bei ʻOumuamua um ein sehr großes Objekt handelte, war dieser „interstellare Besucher“ mit einem Durchmesser von wenigen Metern vergleichsweise klein – so klein, dass er vermutlich gänzlich in der Erdatmosphäre – als Meteor – verglühte

Das bisherige „Problem“ der Berechnungen der beiden Wissenschaftler: Ihre Arbeit basierte auf Informationen und Daten von Sensorik aus Regierungs- und Militärkreisen, die in teilweise als geheim klassifiziert waren und somit für den üblichen wissenschaftlichen Prozess nicht transparent vorlagen. Nicht zuletzt aus diesem Grund blieb es bislang auch nur bei einer Vorab-Publikation des Fachartikels via ArXiv.org und eine ordentliche Fachpublikation und damit einhergehend die Anerkennung der wissenschaftlichen Gemeinde stand noch aus.

Am 6. April 2022 veröffentlichte dann aber das US-amerikanische Space Command via Twitter eine formelle Bestätigung der Daten im CNEOS-Katalog, darin die von Loeb und Siraj ermittelte Geschwindigkeit und damit auch die interstellare Herkunft des Meteors.

„Diese Veröffentlichung stellt einen Wendepunkt dar, an dem die US-Regierung (mit klassifizierten Daten) den wissenschaftlichen Prozess unterstützt und die interstellare Herkunft des als ‚CNEOS-2014-01-08‘ bezeichneten Meteors mit einer Sicherheit von 99,999% bestätigt“, erklärt Loeb in einem eigenen Beitrag auf „TheDebrief.org“.

Auf diese Weise markiere diese Entdeckung eine neue Erkenntnis und Möglichkeit für die Forschung, da die Erde von nun als eine Art „Fischernetz für feste, interstellare Objekte“ betrachtet werden könne, so Loeb weiter. „Dadurch werden solche Objekte interstellarer Herkunft aber auch für unsere Beobachtungssysteme – Satelliten und bodengestützte Teleskope – sichtbar. CNEOS-2014-01-08 selbst zeigt, dass dies sogar auf relative kleine Objekte zutrifft, war der Meteor doch kaum mehr als ein Meter groß und entfachte beim Aufprall und Feuerritt durch die Atmosphäre gerade einmal ein bis zwei Prozent der Hiroshima-Bombe. Er war also hundert Mal kleiner als `Oumuamua.” Meteore interstellarer Herkunft können zudem anhand ihrer deutlich höheren Geschwindigkeit von der Mehrheit an Meteoriten, die aus dem Sonnensystem stammen, unterschieden werden.

Mehr noch: Anhand der nun vorliegenden Daten des US-Space Commands konnten die beiden Wissenschaftler auch auf die Materialstärke des Objekts schließen: „Zu unserer eigenen Überraschung ist dieser Wert für CNEOS-2014–01–08 zwanzig Mal größer als die höchste bislang gemessene Stärke von felsigen Gesteinsmeteoriten und doppelt so groß wie die der robustesten Eisenmeteoriten.“ In einem vorab via ArXiv.org veröffentlichten Artikel zu diesen Berechnungen und auf Medium.com fast Loeb diese Beobachtungen wie folgt zusammen: “Der erste interstellare Meteor kann also kein Gesteinsmeteorit gewesen sein und glich somit nicht der Mehrheit der meisten Asteroiden im Sonnensystem.“

Prof. Avi Loeb Copyright/Quelle: Galileo Project

Prof. Avi Loeb
Copyright/Quelle: Galileo Project

Die beschrieben Materialstärke lege demnach eine Zusammensetzung des Objekts dar, die auch größer ist als die von Eisenmeteoriten. Allerdings bedeute dieser Umstand aber noch nicht, dass der erste interstellare Meteor von einer technologischen Zivilisation hergestellt wurde: „Eisenmeteoriten machen etwa ein Zwanzigstel aller Meteoriten aus, die auf die Erde fallen. Ihre Zusammensetzung besteht zu 90-95 Prozent aus Eisen mit einem Rest aus Nickellegierungen, darunter Spuren von Iridium, Gallium und manchmal auch Gold. Grundsätzlich könnte ein interstellarer Meteor bzw. Meteorit aber auch exotische Materialien – etwa schwere Element – zur Erde bringen, dann etwa, wenn der Mutterkörper aus einer fernen Supernova oder dem Verschmelzen zweiter Neutronensterne hervorging”, so Loeb. „Alles in allem scheint es sich bei CNEOS-2014–01–08 um einen eher seltenen Meteor gehandelt zu haben, dessen mögliche Fragmente deshalb umso interessanter wären. (…) Wenn es sich um einen Meteor natürlich Ursprungs gehandelt hat, so wäre zu vermuten, dass es sich um einen Teil eines Merkur-ähnlichen Planeten handelt, der einen sonnenähnlichen Stern umkreist.“

Für Loeb selbst ist der Nachweise eines interstellaren Meteors umso interessanter, da schlussendlich auch die Chance besteht, dass Teile des Meteorkörpers den Ritt durch die Atmosphäre doch überstanden haben und in den Ozean eingeschlagen sind. „Während Missionen, die etwa `Oumuamua hinterher fliegen sollen oder, wie die Mission OSIRIS-Rex auf einem Asteroiden landen, um von dort Proben zur Erde zu senden, Milliarden von Dollar kosten, könnte eine sehr viel günstigere Mission den Ozeanboden nach Fragmenten dieses oder andrer potenziell interstellarer Meteore (es wären dann Meteoriten) suchen, um diese dann im Labor untersuchen zu können.“ Tatsächlich gab es bereits solche Missionen: Etwa 2018 als das Forschungstauchboot „Natulius“ erfolgreich nach zuvor identifizierten möglichen Meteoritenkratern und entsprechenden Fragmenten vor der Küste von Washington suchte.

Aufnahmen der Meteoriten-Suche der Natuilus vor Washington 2018. Copyright/Quelle: NautilusLive.org/

Aufnahmen der Meteoriten-Suche der Natuilus vor Washington 2018.
Copyright/Quelle: NautilusLive.org/

Tatsächlich ist Loeb gerade gemeinsam mit Kollegen dabei, eine solche Mission für die Suche nach Fragmenten des interstellaren Meteors zu konzipieren. Nicht zuletzt verbindet auch hier Loeb die Suche nach einem Objekt interstellarer Herkunft mit der Frage, ob es sich dabei vielleicht auch um ein künstliches Objekt, vielleicht ein Fragment einer außerirdischen Sonde, handeln könnte. „Alternativ könnte es sich um ein technologisches Objekt handeln, dass auf technologische Weise auf seine Reise geschickt wurde. (…) Es ist mein Traum, eines Tages die Bedienknöpfe eines Teils einer Technologie bedienen zu können, die außerhalb unserer Erde hergestellt wurde.“

– Dass diese Hoffnung sehr viel mehr mit historischen und wissenschaftlichen Fakten als mit Science-Fiction zu tun hat, legt Professor Avi Loeb selbst in einem Essay auf Medium.com dar: Darin dreht er die Perspektive um und läßt die irdische Sonde „New Horizons“ in einem Gedankenspiel auf einem fernen, erdähnlichen und von einer technologisch entwickelten Zivilisation bewohnten Planeten als Meteor bzw. Fragmente davon in einem dortigen Ozean abstürtzen. 

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Ältester Beleg für Maya-Kalender entdeckt


Zusammengesetzt ergeben zwei Fragmente des Wandputzes die Kalender-Glyphe „7 Hirsch“ Copyright: Heather Hurst u. David Stuart

Zusammengesetzt ergeben zwei Fragmente des Wandputzes die Kalender-Glyphe „7 Hirsch“
Copyright: Heather Hurst u. David Stuart

Austin (USA) – In Guatemala haben Archäologen auf zwei Wandfragmenten eine Maya-Glyphe entdeckt, die auf die Nutzung eines Kalenders hinweist – und das schon gegen 300 v. Chr. Damit handelt es sich um den ältesten Beleg für die Nutzung eines Kalenders durch die Maya. Mit dem von einigen Autoren mit dem Ende der Welt 2012 assoziierten und bekannten „Maya-Kalender“ hat der Fund allerdings wenig zu tun.

Entdeckt wurden die beiden Fragmente eines einstigen Wandputzes in einem Maya-Tempel in der Maya-Stätte San Bartolo-Xultun, im Ruinenkomplex Las Pinturas, nordöstlich der Maya-Stätte Tikal im Norden Guatemalas. Laut dem Team um Professor David Stuart von der University of Texas in Austin, zeigt die darauf befindliche Glyphe – so die beiden Fragmente zusammengesetzt werden – das Symbol „7 Hirsch“, die in der Maya-Frühzeit einen der vier Jahresanfangstage markierte. Entsprechend datieren die Wissenschaftler den Fund in die Zeit zwischen 300 und 200 v. Chr.

Wie die Forschenden aktuell im Fachjournal „Science Advances“ (DOI: 10.1126/sciadv.abl9290) berichten, basiert der Kalender auf der traditionellen 260-Tage-Zählung, die im gesamten antiken Mesoamerika – also nicht nur von den Maya, sondern auch von Mixteken, Azteken und Olmeken – für rituelle Zwecke genutzt wurde.

Hintergrund
Insgesamt nutzten die Maya vier Kalender, die allesamt sehr komplexe und elegante Wege der Zeit- und Datumsanzeige und -Berechnung darstellen.

Darstellung des Haab‘-Zyklus mit seinen 18+1 Monaten. Copyright/Quelle: theilr (via WikimediaCommons) / CC BY-SA 2.0

Darstellung des Haab‘-Zyklus mit seinen 18+1 Monaten.
Copyright/Quelle: theilr (via WikimediaCommons) / CC BY-SA 2.0

Zum einen gibt es den für Prophezeiungen genutzte „Tzolk’in“, aus dessen Symbolik auch die nun beschriebene „7 Hirsch“-Glyphe stammt. Der Tzolk’in basiert auf einer Zählung von 260 Tagen aus einer Kombination von 13 Nummern und 20 Tagen, für die es unterschiedliche Symbole gibt. Da ein Jahr aber nicht 260 Tage misst, handelt es sich um einen Zyklus-Kalender – ähnlich unserer 7-Tage-Woche. Demnach bezeichnet die Glyphe „7 Hirsch“ auch kein konkretes Datum, keine Jahreszeit oder Jahr, sondern kann eher mit der Angabe unserer Wochentagsnamen verglichen werden.

Hinzu gibt es den sogenannten Haab‘ – den 365-tägigen Sonnenkalender der Maya; einen Mondkalender und den als „Lange Zählung“ (Long Count) bekannten Kalender, mit dem längere Zeiträume erfasst werden konnten, der für Himmelsbeobachtungen und historische Aufzeichnungen eine wichtige Rolle spielte und der nicht zuletzt durch sein angebliches Auslaufen am 21. Dezember 2012 unserer Zeitrechnung rund um dieses Datum weltweit zu einer regelrechten Maya-Kalender-und-2012-Hysterie führte. Tatsächlich handelte es sich aber lediglich um das Ende eines in diesem Kalendersystem angezeigten Zyklus auf dann der nächste Zyklus folgte.

Der Tempel bzw. dessen heutige Ruine selbst stammt aus der prä-klassischen Maya-Periode und zählt zu den frühesten Maya-Komplexen ganz Mittelamerikas, deren Mittelpunkt eine aus sieben Schichten aufgebaute und reich mit Wandmalereien dekorierte Pyramide markierte. Neben den zahlreichen Wandmalereien finden sich unter den oberen Schichten auch weitere Malereien und Einritzungen, die zu den ältesten Funden von Maya-Schriftzeichen überhaupt gehören.

Die nun anhand neuer Analysen sozusagen erneut entdeckte erste Glyphe sei größer als die folgenden und zeige die Zahl Sieben in der bekannten Punkt-Strich-Codierung der Maya, berichten Stuart und Kollegen in ihren Fachartikel. Unter dieser Zahlendarstellung (eine Rekonstruktion durch GreWi findet sich auf der linken Seite) – anhand des Fragments fehlt ein weiterer Punkt über dem Strich – zeigt die Darstellung einen Hirschkopf.

Trotz früherer Funde, die sich jedoch nicht genau datieren und geografisch zuordnen lassen, schließen die Forschenden anhand der nun beschriebenen Identifizierung der Hirsch-Glyphe und der C-14-Datierung, dass es sich um das älteste eindeutig datierte Datumszeichen der Maya und damit eines der ältesten in ganz Mittelamerika handelt. Darüber hinaus belege die Glyphe, dass die Maya schon vor 4.300 bis 4.200 Jahren die rituelle 260-Tage-Zählung nutzten. „Wahrscheinlich war dieses System aber bereits damals schon länger in Gebrauch“, vermuten Stuart und Kollegen.

Zudem werfe die neu entdeckte Datumsglyphe auch ein neues Licht auf die Entwicklung des Maya-Kalenders. Tatsächlich ist aus späteren Funden bereits bekannt, dass sich die Benennung des Tages „7 Hirsch“ später änderte: „In der klassischen Maya-Periode wurde dieser Tag später nicht mehr mit einem Hirschkopf, sondern mit einer Hand mit sich berührendem Daumen und Zeigefinger abgebildet.“ Der Grund hierfür war vermutlich die Ähnlichkeit zwischen dem alten Maya-Wort für Hirsch „Chij“ und „Chi“ für Hand. Stuart und Kollegen vermuten, dass die Nutzung des Hirschkopf-Symbols im Tempel von San Bartolo-Xultun zudem ein frühes Stadium der Entwicklung der Maya-Schrift darstellt und selbst aus einer Zeit stammt, bevor sich das rein phonetische Chi-Zeichen etablierte.

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Sonderbarer Fund unter Notre-Dame de Paris: Menschenförmiger Bleisarkophag verblüfft Archäologen und soll bald geöffnet werden


Der ungewöhnlich geformte Bleisarkophag im Untergrund von Notre-Dame de Paris. Copyright: Denis Gliksman, Inrap

Der ungewöhnlich geformte Bleisarkophag im Untergrund von Notre-Dame de Paris.
Copyright: Denis Gliksman, Inrap

Paris (Frankreich) – Drei Jahre nach dem Großbrand in der in der Kathedrale Notre-Dame de Paris berichten Archäologen, die durch die Brandschäden unerwarteten Zugang zum Untergrund des Kirchbaus erhalten hatten, von der Entdeckung eines ungewöhnlichen Blei-Sarges in Form eines menschlichen Körperumrisses. Erste endoskopische Aufnahmen aus dem Innern zeigen, dass der Sarkophag neben einem Skelett auch weitere Objekte beinhaltet. Schon bald soll er nun vollständig geöffnet werden.

Wie das französische „Institut national de recherches archéologiques préventives“ (Inrap) berichtet, entdeckten die Archäologen den ungewöhnlichen anthropomorphen Sarg in rund 20 Meter Tiefe gemeinsam mit durch Rauchgase stark beschädigten Gipssärgen. Das genaue Alter des menschenförmigen Bleisarkophags ist bislang noch unbekannt, die Fundtiefe deutet jedoch darauf hin, dass er aus dem Mittel- bis Spätmittelalter stammen könnte. Während Blei-Särge an sich nicht ungewöhnlich sind und in Notre-Dame in ihnen meist Erzbischöfe beigesetzt wurden, ist die anthropomorphe Form des nun im westlichen Teil der Vorfahrt gefundenen Beisarkophages (s. Abb.) ungewöhnlich.

Detailansicht des anthropomorphen Bleisarkophags. Copyright: Denis Gliksman, Inrap

Detailansicht des anthropomorphen Bleisarkophags.
Copyright: Denis Gliksman, Inrap

Trotz einiger Löcher sei der Sarkophag in gutem Zustand, berichtet das Inrap. Er misst 1,95 m Länge bzw. Höhe und ist 48 cm breit. „Eine endoskopische Kamera ermöglichte den Nachweis von Pflanzenresten unter dem Kopf des Verstorbenen – vielleicht ein Kissen aus Laub – von Haaren, Textilien sowie trockene organische Stoffe.

Umstand, dass der Sarkophag unter einem Erdhaufen gefunden wurde, in dem die Archäologen Möbelteile aus dem 14. Jahrhundert entdeckt hatten, deutet auf ein noch höheres Alter des Sarkophags hin. „Sollte sich das bestätigen und der Sarkophag aus dem Mittelalter stammen, so hätten wir es hier mit einer wirklich extrem seltenen Form einer Bestattungspraxis zu tun”, erläutert der leitende Archäologe Christophe Besnier gegenüber Journalisten. Eine C-14-Datierung soll Klarheit über das genaue Alter bringen.

Diese wird schon bald möglich sein, da der Sarkophag – der sich derzeit im forensischen Institut in Toulouse befindet, dort vielleicht schon kommende Woche geöffnet und untersucht werden soll.

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Astronomen rätseln über überraschende Änderungen in der Temperatur des Neptun


Wärmebilder von Neptun zwischen 2006 und 2020: Nach der allmählichen Abkühlung des Planeten scheint sich der Südpol in den letzten Jahren dramatisch erwärmt zu haben, wie ein heller Fleck an der Unterseite des Neptuns auf den Bildern von 2018 und 2020 zeigt. Copyright: ESO/M. Roman, NAOJ/Subaru/COMICS

Wärmebilder von Neptun zwischen 2006 und 2020: Nach der allmählichen Abkühlung des Planeten scheint sich der Südpol in den letzten Jahren dramatisch erwärmt zu haben, wie ein heller Fleck an der Unterseite des Neptuns auf den Bildern von 2018 und 2020 zeigt.
Copyright: ESO/M. Roman, NAOJ/Subaru/COMICS

Leicester (Großbritannien) – Daten einer 17 Jahre währenden Beobachtungskampagne des Planeten Neptun offenbaren ein Rätsel – zeigen sie doch einen bislang ebenso überraschenden wie unerklärlichen Rückgang der globalen Temperaturen des Planeten, gefolgt von einer dramatischen Erwärmung an seinem Südpol.

Wie das internationale Team von Astronomen und Astronominnen um Michael Roman von der University of Leicester aktuell im „The Planetary Science Journal“ (DOI: 10.3847/PSJ/ac5aa4) berichtet, haben die sie die Temperaturen in der Atmosphäre des Neptun mit bodengestützten Teleskopen, darunter das Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) über einen Zeitraum von 17 Jahren verfolgt.

„Diese Veränderung war unerwartet“, erläutert Roman. „Da wir Neptun während seines südlichen Frühsommers beobachtet haben, haben wir erwartet, dass die Temperaturen langsam ansteigen und nicht abnehmen.“

Hintergrund
Wie die Erde erlebt auch der Neptun bei seiner Bahn um die Sonne eigene Jahreszeiten. Allerdings dauert eine Jahreszeit auf Neptun etwa 40 Jahre, während ein Neptunjahr insgesamt 165 Erdenjahre lang ist. Seit 2005 ist auf der südlichen Hemisphäre des Neptun Sommerzeit.

Der Neptun, aufgenommen mit dem VLT und mit Hubble. Copyright: ESO/P. Weilbacher (AIP)/NASA, ESA, and M.H. Wong and J. Tollefson (UC Berkeley)

Der Neptun, aufgenommen mit dem VLT und mit Hubble.
Copyright: ESO/P. Weilbacher (AIP)/NASA, ESA, and M.H. Wong and J. Tollefson (UC Berkeley)

Die Astronomen wollten sehen, wie sich die Temperaturen nach der südlichen Sommersonnenwende verändern. Hierzu untersuchten die Forschenden fast 100 Wärmebildaufnahmen von Neptun, die über einen Zeitraum von 17 Jahren aufgenommen worden waren, um die allgemeine Entwicklung der Temperatur des Planeten detaillierter als je zuvor nachvollziehen zu können.

Die Daten dieser Kampagne zeigten, dass sich der größte Teil des Planeten trotz des beginnenden südlichen Sommers in den letzten zwei Jahrzehnten allmählich abgekühlt hat: Die globale Durchschnittstemperatur von Neptun ist zwischen 2003 und 2018 um 8 °C gesunken.

Zudem zeigte sich in den letzten beiden Jahren ihrer Beobachtungen eine überraschende dramatische Erwärmung von Neptuns Südpol. Hier waren die Temperaturen zwischen 2018 und 2020 rasch um 11 °C angestiegen. „Obwohl der warme Polarwirbel des Neptun schon seit vielen Jahren bekannt ist, wurde eine so schnelle Erwärmung des Pols noch nie zuvor auf dem Planeten beobachtet“, berichtet die Pressemitteilung der Europäischen Südsternwarte (ESO).

„Unsere Daten decken weniger als die Hälfte einer Jahreszeit des Neptuns ab, so dass niemand erwartet hatte, große und schnelle Veränderungen zu sehen“, erklärt Mitautor Glenn Orton, leitender Forscher am Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA am Caltech.

Was die unerwarteten Temperaturschwankungen verantwortlich ist, ist bislang unklar. Die Forschenden vermuten, dass es sie auf Veränderungen in der Stratosphärenchemie des Neptun, auf zufällige Wettermuster oder sogar auf den Sonnenzyklus zurückzuführen sein könnten.

Weitere Beobachtungen in den kommenden Jahren werden nun notwendig sein, um die Gründe für diese Schwankungen genauer zu erforschen. Künftige bodengestützte Teleskope wie das Extremely Large Telescope (ELT) der ESO könnten Temperaturschwankungen wie diese genauer beobachten, während das James Webb Space Telescope der NASA/ESA/CSA beispiellose neue Karten der Chemie und Temperatur in der Neptunatmosphäre liefern wird.

„Ich denke, dass der Neptun selbst für viele von uns sehr faszinierend ist, weil wir noch so wenig über ihn wissen“, kommentiert Roman abschließend. „Dies alles deutet auf einen komplexen Aufbau der Neptunatmosphäre hin und darauf, wie sie sich mit der Zeit verändert.“

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Trotz Warnung von Hawking: Forschende wollen Signal an Aliens senden


Weiß schimmernder Kugelsternhaufen vor schwarzem Weltall

Der große Kugelsternhaufen M13 im Sternbild Herkules war das Ziel des Arecibo-Signals.

06.04.2022, 15:49 Uhr

Wissenschaftler planen, Informationen an möglicherweise außerhalb der Erde vorhandenes Leben zu schicken. Ist das eine gute Idee? Stephen Hawking vertrat eine eindeutige Meinung.

Sind wir allein im Universum? Es ist eine der großen ungeklärten Fragen der Wissenschaft. Die nächste Frage sollte vermutlich lauten: „Wollen wir das überhaupt herausfinden?“ Doch Forschende arbeiten scheinbar eher an: „Wie machen wir uns am besten bemerkbar?“ Dabei steht es wahrlich in den Sternen, wie schlau es ist, die Aufmerksamkeit von unbekanntem, möglicherweise intelligentem Leben auf uns zu ziehen. Der theoretische Physiker Stephen Hawking (* 8. Januar 1942; † 14. März 2018) zumindest hielt nicht viel davon. Andere Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen arbeiten dennoch an einer verschlüsselten Botschaft fürs All – und die enthält so einiges an Infos über uns.

Erste Kontaktaufnahme scheiterte …

Früher bläuten einem die Eltern ein, man solle nie zu einem Fremden ins Auto steigen. Mittlerweile heißt es, man solle keinem Fremden im Internet schreiben. Der Logik folgend müsste es in Zukunft lauten: „Nimm keinen Kontakt zu einem Alien auf, das du nicht kennst.“ Nur gibt es überhaupt Aliens, Außerirdische, oder intelligentes Leben außerhalb der Erde? Das versuchen Wissenschaftler herauszufinden. Bereits 1974 gab es mit der Arecibo-Botschaft den Versuch, intelligente Lebensformen im All zu erreichen. Auf das Radiowellensignal aus der gleichnamigen Hafenstadt Arecibo in Puerto Rico gab es keine Antwort. Die binär codierte Nachricht gab Infos über die Struktur der DNS des Menschen, die menschliche Population und darüber, woher das Signal stammt.

… die zweite soll es richten

Wissenschaftler haben an einer neuen Nachricht getüftelt, die quasi ein Upgrade der Arecibo-Botschaft darstellt. Sie heißt „Beacon ithe Galaxy“ (BITG, etwa „Signalfeuer in der Galaxie“). Die Botschaft enthält laut dem US-amerikanischen Nachrichtenmagazin „Newsweek“ mehr Informationen über grundlegende mathematische und wissenschaftliche Konzepte. Gegenüber dem Magazin spricht Matthew Chong, Physik- und Mathematikstudent an der Universität Cambridge, von „neuen grafischen Informationen in Form von Bildern und speziellen ‚Alphabeten‘ zur Darstellung von Zahlen, Elementen, DNA, Land, Ozean und Mensch …“ Jonathan Jiang, Projektleiter und Wissenschaftler am Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA, ergänzt, dass die BITG-Botschaft auch Informationen enthalte, „um die Position der Erde innerhalb der Milchstraßengalaxie anzuzeigen“.

Von wo wird die Nachricht verschickt?

Die Forschenden senden die Nachricht den Informationen zufolge nicht selbst. Stattdessen könnte sie eines Tages vom „Tianyan“ genannten Radioteleskop Five-Hundred-Meter Aperture Spherical Radio Telescope in China und dem Allen Telescope Array im Norden des US-Bundesstaats Kalifornien gesendet werden.

Kritik an der Vorgehensweise

Der verstorbene Physikprofessor Stephen Hawking äußerte sich mehrfach besorgt über den aktiven Versuch, außerirdisches Leben zu kontaktieren. Wie die BBC berichtet, war das bereits 2010 der Fall. Hawking warnte, dass Außerirdische die Erde wegen Ressourcen plündern könnten: „Wenn uns Außerirdische besuchen, wäre das Ergebnis ähnlich wie bei der Landung von Kolumbus in Amerika, die für die Ureinwohner Amerikas nicht gut ausgegangen ist.“ Hawking warnte vor aktiven Versuchen, mit Außerirdischen zu kommunizieren, und erklärte: „Wir müssen nur auf uns selbst schauen, um zu sehen, wie sich intelligentes Leben zu etwas entwickeln könnte, dem wir nicht begegnen wollen.“

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COSMIC SETI: Radioteleskopanlage VLA startklar für umfangreichste Suche nach außerirdischen Techno-Signaturen


Einige Teleskope der Karl G. Jansky Very Large Array in New Mexico. Copyright: CGP Grey (via WikimediaCommons) / CC BY-SA 2.0

Einige Teleskope der Karl G. Jansky Very Large Array in New Mexico.
Copyright: CGP Grey (via WikimediaCommons) / CC BY-SA 2.0

Mountain View (USA) – Im Rahmen des Projekts „COSMIC SETI“ plant das National Radio Astronomy Observatory (NRAO) der US-amerikanischen National Science Foundation (NSF) gemeinsam mit dem SETI Institute die Radioteleskopanlage VLA (Karl G. Jansky Very Large Array) rund um die Uhr für die umfangreichste Suche nach außerirdischen technologischen Signalen auf der nördlichen Hemisphäre zu nutzen.

Das Kürzel „COSMIC SETI“ steht dabei für das “Commensal Open-Source Multimode Interferometer Cluster Search for Extraterrestrial Intelligence”, also für eine simultan zu und im Hintergrund zu sonstigen astronomischen Beobachtungen laufende interferometrische Suche nach außerirdischer Intelligenz.

Die Idee hinter COSMIC ist es also, das VLA simultan während der sonstigen wissenschaftlichen Beobachtungen mit den 27 großen Radioteleskopen der Anlage nach intelligenten Technologie-Signalen suchen zu lassen und die Daten direkt an die SETI-Astronomen zur Analyse zu übertragen.

Hintergrund
Die Karl G. Jansky Very Large Array (VLA) befindet sich der Ebene von San Agustin im US-Bundesstaat New Mexico. Die Anlage besteht aus insgesamt 27 Radioteleskopen mit einem Durchmesser von jeweils 25 Metern, die entlang dreier umgekehrt-Y-förmig angeordneter Gleise von je 21 km Länge platziert werden können. Auf diese Weise erreicht die Anlage eine kombinierte Kollektorfläche von 130 Metern. Die einzelnen Antennen können fortwährend das Radiospektrum im Frequenzbereich von 1 bis 50 GHz absuchen. Einzelne Schüsseln sind zudem in der Lage auch unterhalb von 1 GHz bis auf 54 MHz (also dem Frequenzbereich irdischer TV-Übertragungen) zu suchen. Wenn die Anlage im SETI-Betrieb online gehen wird, wird sie innerhalb von zwei Jahren rund 40 Millionen galaktische Systeme absuchen können. Auf diese Weise wird das bislang umfangreichste SETI-Beobachtungsprogramm der nördlichen Hemisphäre möglich sein. „Die COSMIC-Suche wird empfindlich genug sein, um Signale von Sendeanlagen von der Größe des Arecibo-Radioteleskops bis auf eine Entfernung von etwa 81 Lichtjahren im Frequenzbereich von 230 MHz bis 50 GHz orten zu können, erläutert die COSMIC-Projektwissenschaftlerin Cherry Ng vom SETI Institute. „Auf diese Weise decken wir auch Teile des Frequenzspektrums ab, innerhalb derer bislang noch nie nach intelligenten Signalen gesucht wurde.“

Noch sind weitere Arbeiten notwendig, um die fließende Datenübertragung an die SETI-Forscher zu gewährleisten. Die Beteiligten gehen davon aus, dass COSMIC aber bereits im Frühjahr 2023 starten und dann parallel zur aktuellen Beobachtungskampagne, der VLA Sky Survey (VLASS), laufen kann.

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Methan vermutlich der am besten detektierbare Indikator für außerirdisches Leben


Damit atmosphärisches Methan in einer Planetenatmosphäre als Indikator für Leben, als sog. Biosignatur bewertet werden kann, müssen zuvor nicht-biologische Quellen (s. Abb.) ausgeschlossen werden (Illu.). Copyright: 2022 Elena Hartley

Damit atmosphärisches Methan in einer Planetenatmosphäre als Indikator für Leben, als sog. Biosignatur bewertet werden kann, müssen zuvor nicht-biologische Quellen (s. Abb.) ausgeschlossen werden (Illu.).
Copyright: 2022 Elena Hartley

Santa Cruz (USA) – Mit dem baldigen Einsatz des neuen Weltraumteleskops James Webb wird die Zeit jener Generation von erd- und weltraumgestützten Teleskopen eingeläutet, in der wir in der Lage sein werden, die Atmosphären ferner Welten auch jenseits unseres eigenen Sonnensystems auf deren chemische Zusammensetzung hin zu analysieren. Von besonderem Interesse sind dabei sogenannte Biosignaturen, also Hinweise für biologische Aktivität. Eine neue Studie zeigt, dass Methan vermutlich der am einfachsten, aus der Ferne detektierbare außerirdische Biomarker ist.

„Wenn Leben an mehreren Orten im Universum vorhanden ist, so könnte atmosphärisches Methan eines der ersten Anzeichen für außerirdisches Leben sein, das von Astronomen entdeckt werden wird“, erläutert das Team um Maggie Thompson von der University of Santa Cruz.

Wie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuell im Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS; DOI: 10.1073/pnas.2117933119) erläutern, wurde bislang Sauerstoff als hoffnungsvollste Biosignatur diskutiert. „Allerdings dürfte Sauerstoff mit dem James Webb Space Telescope nur schwer zu detektieren sein“, erläutert die Doktorandin.

Trotz früherer Studien zu Methan als Biosignatur, gab es bislang keine aktuelle Bewertung der Bedingungen auf einem Planeten, durch die Methan zu einer wirklich guten Biosignatur wird. „Mit unserer Arbeit wollen wir einen Rahmen für zukünftige Beobachtungen liefern, anhand derer Methan auf Felsplaneten als potenzielle Biosignatur bewertet werden kann.“

Neben der biologischen Herkunft gibt es auch eine ganze Reihe geologischer Prozesse, durch die Methan entstehen und freigesetzt werden kann. Zu diesen zählen vulkanische Aktivitäten, chemische Reaktionen in den Ozeanen, hydrothermale Schlote, tektonische Vorgänge sowie Kometen- und Asteroideneinschläge.

Dennoch kann die Anwesenheit von Methan in einer planetaren Atmosphäre ein guter Indikator für dortige biologische Aktivität sein, da das Gas selbst sehr instabil und flüchtig ist und durch photochemische Reaktionen sehr schnell wieder zerstört wird. Findet sich in einer Atmosphäre also ausreichend Methan, so muss es auf diesem Planeten auch eine stetige und starke Quelle dafür geben, die die entsprechend hohen Werte aufrechterhält.

„Von der Erde wissen wir, dass biologische Aktivität große und ausreichende Mengen an Methan produzieren kann, nicht zuletzt, weil Methan durch den biologischen Stoffwechsel sehr leicht erzeugt wird“, erläutert der an der Studie ebenfalls beteiligte Joshua Krissansen-Totton. „Nicht-biologische Prozesse hingegen können nur schwer derart ausreichende Mengen an Methan erzeugen und aufrechterhalten, dass diese dann auch mit Webb detektiert werden könnten.“ So würden beispielsweise ausgasende Vulkane nicht nur Methan sondern auch Kohlenmonoxid in eine Atmosphäre eingeben, während biologische Aktivität dazu tendiert, Kohlenmonoxid zu konsumieren. Entsprechend stellten die Forschenden also fest, dass nicht-biologische Prozesse nur schwer zu Atmosphären lebensfreundlicher Planeten führen können, die sowohl reich an Methan als auch an Kohlendioxid sind aber nur wenig bis kein Kohlenmonoxid aufweisen.

In ihrer Studie heben die Autoren und Autorinnen die Notwendigkeit hervor, zur Bewertung potenzieller Biosignaturen den gesamten planetaren Kontext in Betracht zu ziehen.

„Angesichts eines Felsplaneten, der einen sonnenähnlichen Stern in dessen lebensfreundlicher Zone umkreist, ist atmosphärisches Methan eine sehr wahrscheinliche Biosignatur, wenn die Atmosphäre auch Kohlendioxid enthält, es mehr Methan als Kohlenmonoxid gibt und eine extrem wasserreiche planetare Zusammensetzung ausgeschlossen werden kann.“

Die Forschenden sehen Methan als ein Teil der Frage, ob es auf einem Planeten Leben gibt. Allerdings müsse auch jene Geochemie in Betracht gezogen werden, durch die ein Planet auch mit seinem Stern wechselwirkt, da es auch hier viele Prozesse gibt, die eine Planetenatmosphäre über geologische Zeiträume hinweg beeinflussen kann. Hierzu benennt die Studie eine Vielzahl von Möglichkeiten „falscher Positiv-Signale“, anhand derer Methan fälschlicherweise als Biosignatur bewertet werden kann. „Es gibt zwei Dinge, die dabei schief gehen können: Man kann etwas als Biosignatur deuten, aber einem falschen Positivergebnis überliegen. Man kann aber auch eine tatsächliche Biosignatur übersehen“, so Krissansen-Totton. „Anhand unserer Studie wollen wir die Möglichkeit dieser Fehlinterpretationen von Methan möglichst minimieren. Unsere Arbeit konzentriert sich bislang jedoch auf die naheliegendsten falschen Positivsignale für Methan als Biosignatur. Die Atmosphäre felsiger Exoplaneten können uns aber auch überraschen. Deshalb müssen wir auch weiterhin mit der Bewertung unserer Daten sehr sorgfältig sein. Zukünftig müssen wir uns deshalb auch noch mehr auf die Erkennung und Bewertung eher ungewöhnlicher Entstehungsmechanismen von nicht-biologischem Methan konzentrieren.“

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Universelle Skalierungsgesetze zur Vorhersage von unbekanntem Leben entdeckt


Symbolbild: Leben auf unterschiedlichen lebensfreundlichen Planeten könnte sich grundsätzlich von jenem irdischen Leben unterscheiden, wie wir es kennen. Dennoch könnten universelle Regeln dabei behilflich sein, auch solches Leben vorherzusagen (Illu.). Copyright: NASA/Ames/JPL-Caltech

Symbolbild: Leben auf unterschiedlichen lebensfreundlichen Planeten könnte sich grundsätzlich von jenem irdischen Leben unterscheiden, wie wir es kennen. Dennoch könnten universelle Regeln dabei behilflich sein, auch solches Leben vorherzusagen (Illu.).
Copyright: NASA/Ames/JPL-Caltech

Santa Fe (USA) – Forscher haben unterschiedliche Skalierungsgesetze für die Verhältnisse zwischen der Anzahl von Enzymen in unterschiedlichen Enzymklassen und der Größe des Genoms eines Organismus entdeckt. Auf diese Weise wollen sich Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen nun auch der Frage nähern, wie Leben aussehen könnte, wie wir es bislang noch nicht kennen – denn die Gesetze könnten universell gültig sein.

Die einzige Referenz, die wir bislang für Leben haben, sind die Formen des Lebens auf unserem eigenen Planeten, der Erde. Astrobiologen vermuten aber, dass außerirdisches Leben ganz anders sein könnte als das der Erde. Ein von der NASA mitfinanziertes Forschungsprojekt entwickelt derzeit wissenschaftliche Werkzeuge, mit deren Hilfe Merkmale des Lebens, wie wir es noch nicht kennen, vorhersagen kann.

Als eines der ersten Ergebnisse dieser Arbeit haben die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen vom Santa Fe Institute (SFI) nun die Identifizierung universeller Muster in der Chemie des Lebens in einem Fachartikel vorgestellt, wie sie nicht von spezifischen Molekülen abhängig zu sein scheinen.

Wie das Team um Professor Chris Kempes vom und Professor Sara Imari Walker von der Arizona State University aktuell im Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS; DOI: 10.1073/pnas.2106655119) berichtet, habe man bei der Suche nach diesen universellen biochemischen Gesetzmäßigkeiten eine quantitative Theorie über die Entstehung des Lebens und statistische Modelle zur Suche nach außerirdischem Leben genutzt.“

Auf der Erde ging das Leben aus einem Zusammenspiel aus Hunderten chemischer Verbindungen und Reaktionen hervor. Einige dieser Verbindungen und Reaktionen finden sich universell bei allen irdischen Organismen. Mit Hilfe der „Integrated Microbial Genomes and Microbiomes”-Datenbank haben die Forschenden daraufhin Enzyme – und damit die funktionalen Antriebsstoffe der Biochemie – in Bakterien, Archaeen und Eukaryoten ( Lebewesen, deren Zellen einen echten Kern und eine reiche Kompartimentierung haben) untersucht, um nach einer neuen Form biochemischer Universalität zu suchen.

Anhand ihrer Funktionen und Aufgaben können Enzyme taxonomisch in eine Vielzahl funktionaler Klassen bzw. Gruppen unterteilt werden. Etwa anhand der Art und Weise wie sie beispielsweise Wassermoleküle nutzen, um chemische Verbindungen (Hydrolasen) neu zu molekularen Strukturen (Isomerasen) zu anzuordnen, um sie so zu großen Molekülen (Ligasen) zusammenzufügen.

Das Team um Walker hat nun untersucht, wie das Vorkommen der Enzyme sich in jeder dieser funktionalen Kategorien abhängig von der allgemeinen Fülle von Enzymen in Organismen verändert.

Hierbei entdeckten die Forschenden mehrere unterschiedliche Skalierungsgesetze – mit nahezu algorithmischen Verhältnissen – zwischen der Anzahl der Enzyme in den unterschiedlichen Enzymkategorien und der Größe des Genoms eines Organismus. Darüber hinaus stellten sie fest, dass diese Gesetzmäßigkeiten auch nicht von den bestimmten Enzymen dieser Kategorien abhängig sind.

“In unserem Artikel beschreiben wir erstmals diese Skalierungs-Verhältnisse ohne, dass diese einer bestimmten Gruppe zugeordnet werden müssen“, erläutert Kempes und führt abschließend dazu weiter aus: „Selbst wenn das Leben sonst wo wirklich andersartige Moleküle nutzt, so deuten unsere Ergebnisse doch darauf hin, dass die gefundenen Regeln auch und im wahrsten Sinne universell gelten.“

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Proxima Centauri: Dritter Planet um sonnennächsten Stern entdeckt


Lesezeit: ca. 2 Minuten

Künstlerische Darstellung des Planeten „Proxima d“, den roten Zwergstern Proxima Centauri, den dem Sonnensystem am nächsten liegenden Stern, umkreist (Illu.). Copyright: ESO/L. Calçada

Künstlerische Darstellung des Planeten „Proxima d“, den roten Zwergstern Proxima Centauri, den dem Sonnensystem am nächsten liegenden Stern, umkreist (Illu.).
Copyright: ESO/L. Calçada

Porto (Portugal) – Mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile hat ein Astronomenteam Belege für einen weiteren Planeten um den sonnennächsten Stern, Proxima Centauri, gefunden. Der Planetenkandidat ist mittlerweile der dritte und der leichteste bisher entdeckte um den nur 4 Lichtjahre vom Sonnensystem entfernten Stern. Mit nur einem Viertel der Masse unserer Erde ist der Planet zugleich einer der leichtesten Exoplaneten, die bislang entdeckt wurden.

„Die Entdeckung zeigt, dass unser nächster stellarer Nachbar voller interessanter neuer Welten zu sein scheint, die in Reichweite weiterer Studien und zukünftiger Erkundungen liegen“, erklärt João Faria, Forscher am Instituto de Astrofísica e Ciências do Espaço in Portugal und Erstautor der aktuell im Fachjournal „Astronomy & Astrophysics“ (DOI: 10.1051/0004-6361/202142337) veröffentlichten Studie. Proxima Centauri ist mit einer Entfernung von etwas mehr als vier Lichtjahren der sonnennächste Stern.

Der neu entdeckte Planet mit der Bezeichnung „Proxima d“ umkreist seinen Stern in weniger als einem Zehntel der Entfernung des Planeten Merkur von der Sonne. Er befindet sich zwischen dem Stern und der habitablen Zone – jenem Bereich um einen Stern, in dem aufgrund gemäßigter Temperaturen flüssiges Wasser – und damit die Grundlage zumindest allen bekannten irdischen Lebens – auf der Oberfläche eines Planeten existieren kann. Für eine Umrundung seines Sterns benötigt „Proxima d“ – bei dem es sich vermutlich um einen Felsplaneten handelt – gerade einmal fünf Tage.

Bislang waren bereits zwei Planeten in dem System bekannt: „Proxima b“, ein Planet mit einer Masse vergleichbar mit der der Erde, der den Stern alle 11 Tage innerhalb der habitablen Zone umkreist, und der Planetenkandidat „Proxima c“, der sich auf einer längeren fünfjährigen Umlaufbahn um den Stern befindet.

Mit nur einem Viertel der Erdenmasse ist „Proxima d“ der leichteste Exoplanet, der jemals mit der Radialgeschwindigkeitmethode gemessen wurde, und übertrifft damit einen kürzlich im Planetensystem L 98-59 entdeckten Planeten. Die Methode nutzt minimalste Schwankungen in der Bewegung eines Sterns, die durch die Anziehungskraft eines ihn umkreisenden Planeten entstehen und so dessen Anwesenheit offenbaren. „Die Wirkung der Schwerkraft von Proxima d ist so gering, dass sie Proxima Centauri nur mit etwa 40 Zentimetern pro Sekunde (1,44 Kilometer pro Stunde) hin und her bewegt“, erläutert die ESO-Pressemitteilung.

Der aktuelle Erfolg belegt damit, dass die Radialgeschwindigkeitstechnik das Potenzial hat, leichte Planeten wie unseren eigenen zu entdecken, die vermutlich die häufigsten in unserer Galaxie sind und die möglicherweise Leben, wie wir es kennen, beherbergen können.

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
Irdische Quelle: Studien bestätigen Vermutungen zu SETI-Signal-Kandidat von Proxima Centauri 29. Oktober 2021
Gewaltiger Strahlungsausbrauch von Proxima Centauri stellt dortiges Leben in Frage 3. Mai 2021
Neue Methode bildet möglichen Planeten in lebensfreundlicher Zone um Alpha Centauri ab 10. Februar 2021
Hubble-Daten bestätigen zweiten Planeten um Sonnennachbar Proxima Centauri 15. Juni 2020
Proxima b: Erdnächster Exoplanet wohl doch lebensfreundlich 12. März 2020
Proxima b: ESPRESSO-Spektrograf bestätigt erdartigen Planeten um sonnennächsten Stern 29. April 2020

Recherchequelle: ESO

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Rover findet Hinweise auf mögliche biologische Prozesse auf dem Mars


Eines der Curiosity-Bohrlöcher im Mars-Krater Gale, in dessen Proben nun das Kohlenstoff-Isotop C-12 identifiziert wurde. Copyright: NASA/Caltech-JPL/MSSS

Eines der Curiosity-Bohrlöcher im Mars-Krater Gale, in dessen Proben nun das Kohlenstoff-Isotop C-12 identifiziert wurde.
Copyright: NASA/Caltech-JPL/MSSS

Washington (USA) – In Proben zerstoßenen Marsgesteins aus dem Gale-Krater hat der NASA-Marsrover „Curiosity“ Kohlenstoffisotope identifiziert, die auf der Erde mit biologischen Prozessen in Verbindung gebracht werden. Auch auf dem Mars könnten sie auf einstige Organismen hindeuten – umso genauer muss jedoch überprüft werden, ob nicht auch nichtbiologische Vorgänge diese Signaturen entstehen lassen können.

„Die Entdeckung ist zwar faszinierend, bedeutet aber noch nicht, dass es sich um eindeutige Signaturen einstigen Lebens auf dem Mars handelt“, gibt Paul Mahaffy vom Goddard Space Flight Center der NASA zu bedenken und zeigt sich gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen in der Bewertung der Entdeckung noch zurückhaltend: Derzeit benötige man noch zusätzliche Beweise, um einstiges oder vielleicht sogar heute noch aktives mikrobisches Leben auf dem Mars eindeutig nachzuweisen.

Aus diesem Grund beschreiben die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen um den Curiosity-Missionswissenschaftler Christopher House von der Pen State University aktuell im Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (DOI: 10.1073/pnas.2115651119) auch unterschiedliche Arten, wie die entdeckten Kohlenstoffverbindungen entstanden sein könnten und ziehen dabei Vergleiche zu Bedingungen auf der Erde.

Doch gerade hierbei sei auch Vorsicht geboten, da man es schließlich auch mit zwei – wenn auch einander sehr ähnlichen – Planeten und deshalb unterschiedlichen Bedingungen zu tun habe. „Es ist schwer, sich von den gewohnten Bedingungen auf der Erde zu lösen. Deshalb müsse man hier auch wirklich die absolut grundlegende Chemie, Physik und Umweltbedingungen vor Ort in Betracht ziehen, fügt die NASA-Astrobiologin Jennifer L. Eigenbrode hinzu: „Wir müssen außerhalb der bisherigen Denkschemata denken, um diese Entdeckungen richtig einzuordnen. Und genau das ist es, was wir in unserem Fachartikel tun.“

Eine der Interpretationen der Daten ist die, dass es sich um Ergebnisse urzeitlicher Bakterienaktivität handelt, die an der Marsoberfläche Methangas freigesetzt haben, wo es in der Marsatmosphäre durch ultraviolettes Licht in größere komplexe Moleküle umgewandelt wurde. „Diese neuen Moleküle wären dann auf die Marsoberfläche und das Gestein zurück geregnet, wo sie die nun beschriebenen einzigartige Signatur hinterlassen haben.

Zwei weitere, in dem Fachartikel beschriebene Hypothesen erklären die Kohlenstoffsignaturen hingegen durch nicht-biologische Prozesse wie etwa die Wechselwirkung von Kohlendioxid in der Marsatmosphäre mit UV-Licht oder den Hinterlassenschaften einer gewaltigen Molekularwolke, die vor Hunderten von Millionen Jahren durch unser Sonnensystem gezogen ist und so die einzigartigen Signaturen hinterlassen haben könnte.

„Alle drei Erklärungen stimmen mit den Daten überein und können diese gleich gut erklären. Wir brauchen also weitere Daten, um die richtige Erklärung zu identifizieren“, erklärt der die Studie.

Zur Analyse von Kohlenstoff in der Marsoberfläche nutzen die Forschenden um House das „Tunable Laser Spectrometer“ (TLS) im Innern des SAM-Labors an Bord des Rovers. Hierin wurden zunächst 24 Proben von geologisch unterschiedlichen Orten erhitzt, um so die darin befindlichen Gase freizusetzen. In einem nächsten Schritt wurden die Isotope dieser Gase analysiert, wie sie von einigen der so reduzierten Kohlenstoffe stammen. Bei Isotopen handelt es sich um Atome eines Elements, mit unterschiedlichen Massen aufgrund ihrer speziellen Anzahl an Neutronen. Isotopen bilden die Grundlage unseres Verständnisses der chemischen und biologischen Evolution von Planeten.

Kohlenstoff ist besonders wichtig und interessant, weil es ein Element darstellt, dass allem irdischen Leben zugrunde liegt, das fortwährend durch die Luft, durch Wasser und den Boden fließt und dessen Kreislauf auf der Erde sehr gut verstanden ist – nicht zuletzt eben auch durch die Isotopenmessungen.Beeindruckende Sandsteinformationen wie diese zeichnen die Landschaft im Gale-Krater aus. Copyright: NASA/Caltech-JPL/MSSS

Beeindruckende Sandsteinformationen wie diese zeichnen die Landschaft im Gale-Krater aus.
Copyright: NASA/Caltech-JPL/MSSS

So nutzen beispielsweise irdische Organismen statt des schwereren Kohlenstoff-13 das nun von Curiosity nachgewiesene leichtere Kohlenstoff-12-Atom (C-12), um Nährstoffe zu verstoffwechseln oder zur Photosynthese. Auf diese Weise findet sich auf der Erde deutlich mehr C-12 als C-13 in urzeitlichem Gestein und wird deshalb in zusätzlicher Anwesenheit weiterer Stoffe als Signaturen für mit Leben assoziierter Chemie gedeutet. Eine Betrachtung des Verhältnisses zwischen diesen beiden Isotopen hilft Wissenschaftlern dabei zu erkennen, um welche Art von Leben in welcher Umgebung es sich handelt.

Auf dem Mars haben die NASA-Forschenden nun in fast der Hälfte der analysierten Proben eine erstaunlich große Menge an C-12 entdeckt – eine Menge, die auch jene in Marsmeteoriten und der Marsatmosphäre übersteigt. Die Proben selbst stammen von fünf unterschiedlichen Orten im Gale-Krater, die sich jeweils durch urzeitliche Gesteine auszeichnen.

Auf der Erde sind jene Prozesse, die zu derartigen Kohlenstoff-Signalen geführt hätten ausschließlich biologisch“, erläutert der Hauptautor der Studie Christopher House von der Pen State University. „Jetzt müssen wir herausfinden, ob die gleiche Erklärung auch auf den Mars angewendet werden kann, oder ob es noch andere Erklärungen geben könnte, weil der Mars eben auch sehr unterschiedlich sein kann.“

Hintergrund
Der Mars ist für sich einzigartig, weil er vor 4,5 Milliarden Jahren vermutlich mit einer unterschiedlichen Kombination aus Kohlenstoff-Isotopen entstand als die Erde. Der Mars ist zudem kleiner und kühler, hat eine geringere Gravitation und unterschiedliche Gase in der Atmosphäre als die Erde. Zusätzlich kann auf dem Mars ein Kohlenstoffkreislauf existieren, der ohne Leben auskommt. „Auf der Erde hängt ein Großteil dieses Kreislaufs vom hiesigen Leben ab, wegen wir uns mit dem Verständnis eines nicht-biologischen Kohlenstoffkreislaufs auch schwertun, denn hier auf der Erde ist nahezu überall Leben vorhanden“, erläutert der beteiligte Curiosity-Wissenschaftler Andrew Steele von der Carnegie Institution für Science.

Eine Bewertung der jüngsten C-12 Detektion auf dem Mars setzt aber ein möglichst vollständiges Verständnis des dortigen Kohlenstoffkreislaufs voraus, zu dem dann auch eine möglichst gute Kenntnis all jener auf dem Mars möglichen Prozesse gehört, die durch nicht-biologische Vorgänge verursacht werden. „Eine möglichst genaue Beschreibung des Kohlenstoffkreislaufs auf dem Mars ist einer der grundlegenden Schlüssel für ein Verständnis darüber, wie das Leben in diesen Kreislauf passen könnte. Auf der Erde ist uns das schon recht gut gelungen. Auf dem Mars stehen wir dazu erst am Anfang.“

In einem nächsten Schritt hoffen die Curiosity-Wissenschaftler und -Wissenschaftlerinnen nun, ähnliche Signaturen auch an anderen Orten mit altem Gestein auf dem Mars nachweisen zu können. Zudem hoffen sie, die Hypothese von einem biologischen Ursprung zusätzlich durch eine direkte Kohlenstoffanalyse der Methanausgasungen auf dem Mars untersuchen zu können. Tatsächlich kam Curiosity einem solchen Ausstoß 2019 schon sehr nahe – aber es gibt keine Möglichkeit, dieser Ereignisse örtlich wie zeitlich vorherzusagen. Von den neuen Ergebnissen erhofft sich die NASA aber auch Rückschlüsse für den Curiosity-Nachfolger, den Mars-Rover „Perseverance“ der im Jezero-Krater im Einsatz ist und nun auch dort nach ähnlichen Kohlenstoff-Signaturen suchen könnte.

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NASA: „Außerirdische könnten die Erde bereits besucht haben“


Washington (USA) – Unter Berufung auf das US-Informationsfreiheitsgesetz (FOIA) haben US-Forscher eine Sammlung von internen E-Mails der US-Raumfahrtbehörde NASA erhalten, in denen der Begriff „UAP“ verwendet wird. UAP steht für „Unidentified Aerial Phenomena“ also für „unidentifizierte Phänomene im Luftraum“ und soll das durch stereotypen Vorstellungen von „fliegenden Untertassen und kleinen grünen Männchen“ belastete Kürzel „UFO „(unidentifiziertes Flugobjekt) ablösen. Aus den Mails gehen auch innerhalb der NASA intern kommunizierte Standpunkte über die Vorstellung von Besuchen Außerirdischer auf der Erde hervor, die so bislang noch nicht öffentlich gemacht wurden und zunächst auch nicht kommuniziert wurden.

KORRETUR, 13.12.2021, 18:05: In der ursprünglichen Version dieser Meldung hiße es, dass die NASA-Seite zu UFOs und Aliens derzeit nur eine 404-Fehlermeldung erzeuge und sie auch nicht über die Suchmaske zu finden sei. Diese Information ist nicht mehr aktuell bzw. korrekt, weswegen entsprechender Zusatz entfernt wurde.

Erhalten hat die E-Mail-Sammlung die US-Webseite GovernmentAttic.org, die Dokumente zur Verfügung stellt, die im Rahmen von Anfragen unter Berufung auf das US-Informationsfreiheitsgesetz (FOIA) von der US-Regierung und den dortigen Behörden veröffentlicht und freigegeben wurden.

Konkret geht es um interne E-Mails des NASA-Kommunikationsadministrators Marc Etkind im Zeitraum vom 26. Mai 2021 bis 18. Juli 2021.

Von besonderem Interesse dürfte die Freigabe einer E-Mail sein, die Etkind am 14. Juni 2021 an verschiedene NASA-interne Empfänger verschickt hatte und die sich auf eine Mail von Karen C. Fox vom 11. Juni 2021 bezieht, bzw. deren Inhalt teilt.

Karen C. Fox ist eine ranghohe Wissenschaftskommunikationsbeamtin (Senior Science Communications Officer) im Kommunikationsbüro am Hauptquartier der NASA in Washingtion.

Karen C. Fox selbst erläutert den Inhalt ihrer Ausführungen wie folgt:

“…im Anhang finden Sie einen Satz an Präsentationsfolien mit Gedanken darüber, wie wir die Rolle der NASA bei der Suche nach außerirdischem Leben im Zusammenhang mit dem angekündigten (Geheimdienst-)Bericht über UAPs hervorheben können. Dieser soll, so höre ich, am 25. Juni dem Kongress vorgelegt werden.“ (…GreWi berichtete)

„Die Folien selbst bilden Ideen der Experteneinschätzung der meisten Personen ab, an die diese Mail gerichtet ist, sowie Gedanken von Thomas Zurbuchen(Anm. GreWi: dem Wissenschaftsdirektor der NASA) und der Leiterin des Astrobiologie-Programms der NASA Mary Voytek.

Ebenfalls in dieser Mail finden Sie die aktuellsten Standpunkte zu UAPs. Während dieses Dokument sicherlich weiterhin aktualisiert werden wird, ist es doch als stilles und internes Dokument gedacht – es dient der Hintergrundinformation und ist sicher ein guter Ausgangspunkt.“

Das entsprechend nur zum NASA-„internen Gebrauch“ gedachte Dokument mit der Bezeichnung „TP: 21-016“ selbst stammt vom 4. Juni 2021 und trägt den Titel “Die Suche nach Leben, Technologiesignaturen & Unidentifzierten Phänomenen im Luftraum (UAP) / Unidentifizierte Flugobjekte (UFOs) (im Original: SUBJECT: Search for Life, Technosignatures & Unidentified Aerial Phenomenon(UAP)/ Unidentified Flying Objects (UFOs))

Auf den ersten beiden von insgesamt 10 Seiten (siehe Titelabbildung o.) heißt es:

HINTERGRUND

In Folge von Berichten im Zusammenhang mit der Freigabe von drei nicht klassifizierten Videos der US-Navy, hat das öffentliche und mediale Interesse am Thema UAP/UFOs hat in den letzten Wochen stark zugenommen. Zudem hat das im Dezember 2020 unterzeichnete Geheimdienstgenehmigungsgesetz für 2021 festgelegt, dass die Regierung 180 Tage Zeit hat, Daten verschiedener Behörden zu sammeln und zu analysieren und Anfang Juni einen Bericht darüber zu veröffentlichen.

Das Verteidigungsministerium (Department of Defense, DOD) veröffentlichte eine Erklärung, die die autorisierte Veröffentlichung von drei nicht klassifizierten Videos der Navy bestätigt wurde, die im November 2004 und im Januar 2015 aufgenommen wurden und die seit deren zuvor nicht autorisierten Veröffentlichung in den Jahren 2007 und 2017 in der Öffentlichkeit zirkulieren.

Am 26. Mai veröffentlichte die Washington Post einen Meinungsartikel von Ravi Kopparapu, ein Planetenwissenschaftler am Goddard Space Flight Center der NASA mit dem Titel „Wir müssen die Wissenschaft in den Mittelpunkt der UFO-Frage stellen“

„…Mit dem für Juni erwarteten Regierungsbericht über unidentifizierte Phänomene im Luftraum (UAP) und die aktuelle „60 Minutes“-TV-Story über die Sichtungen von Navy-Piloten, mysteriöse Videos, Fotos, fragen nun auch Prominente aus Politik, Militär und Geheimdienst endlich: Was sehen wir wir da?“

FESTSTELLUNG
Eines der Hauptziele der NASA ist die Suche nach Leben im Universum. Bis heute hat die NASA noch keine glaubwürdigen Beweise für außerirdisches Leben gefunden. Die NASA erforscht aber das Sonnensystem und darüber hinaus, um uns bei der Beantwortung grundlegender Fragen zu unterstützen, einschließlich der Frage, ob wir allein im Universum sind. Wir sind bereit, den Rest der Regierung bei der Suche nach Leben im Universum zu unterstützen – sei es auf unserem Heimat(planeten), auf den Planeten oder Monden unseres Sonnensystems oder noch tiefer im Weltraum.

 

WICHTIGE PUNKTE

Eines der Hauptziele der NASA ist die Suche nach Leben im Universum. Obwohl wir noch immer Anzeichen für außerirdisches Leben finden müssen, erforscht die NASA das Sonnensystem und darüber hinaus, um uns bei der Beantwortung grundlegender Fragen zu helfen, einschließlich der Frage, ob wir es sind allein im Universum.

– Von der Suche nach Wasser auf dem Mars, der Erforschung vielversprechender „Ozeanwelten“ wie (die Monde) Titan und Europa, oder die Suche nach Biosignaturen in den Atmosphären von Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, arbeiten die Wissenschaftsmissionen der NASA an dem gemeinsamen Ziel, unübersehbare Lebenszeichen jenseits der Erde finden.

– Bis heute hat die NASA noch keine glaubwürdigen Beweise für außerirdisches Leben gefunden, aber wir sind gegenüber der Möglichkeit, dass solches Leben existiert und die Erde besucht haben könnte, nicht verschlossen. Wir sind bereit, den Rest der Regierung bei der Suche nach Leben im Universum zu unterstützen, sei es auf unserem Heimatplaneten, auf den Planeten oder Monden unseres Sonnensystems oder tiefer in den Weltraum.

– Das Wesen der Wissenschaft besteht darin, das Unbekannte besser zu verstehen. Wenn wir von unidentifizierten Phänomenen im Luftraum (UAP, oder besser bekannt unidentifizierte Flugobjekte oder UFOs), öffnet dies die Tür zu neuen wissenschaftlichen Fragen, die es zu erforschen gilt.

– Die meisten UAP-Sichtungen basieren auf nur sehr begrenzten Daten, normalerweise Videoaufzeichnungen aus nur einem Blickwinkel, die nur mit Augenzeugenaussagen überprüft werden können. Der Sprache der Wissenschaftler sind aber Daten. Ohne Zugriff auf einen umfangreichen Datensatz ist es fast unmöglich, eine Beobachtung zu überprüfen oder zu erklären. Der Mangel an belastbaren Daten, einschließlich des fehlenden Zugangs zu vielleicht doch vorhandenen Daten, ist das zentrale Problem für wissenschaftliche Untersuchung von UAPs.

– In diesem Sinne würde die Entdeckung von Technologien, die von außerhalb der Erde stammen oder die Technologie-Signaturen auf anderen Welten auch eine ultimative Biosignatur darstellen.

Interessanterweise findet sich eine redaktionelle Schwärzung durch die FOIA-Beamten in einer ersten freigegebenen Version dieser Mail. Wie die folgende Abbildung dieser ersten Version und der darin beinhalteten „B5-Zensur“ zeigt, handelt es sich um einen in einer späteren Version unzensiert veröffentlichten Satz – der vielleicht spannendste Satz dieser Folie: Es geht darin um den Zusatz, laut dem die NASA selbst sich offen „gegenüber der Möglichkeit, dass solches Leben existiert und die Erde besucht haben könnte“ zeigt....ursprünglich geschwärtzt...

…ursprünglich geschwärtzt…...später frei.

…später frei.

In seiner Video-Analyse der freigegebenen Mails zeigt der Informationsfreiheitsaktivist John Greenewald Jr. auf TheBlackVault.com, dass die NASA in vorigen Versionen genau diesen Zusatz geschwärzt hat und zeigt sich selbst überrascht, dass der Satz schlussendlich dann doch freigegeben wurde. Hierzu kommentiert Greenewald:

„Meiner Meinung nach handelt es sich hier nicht um das Ergebnis NASA-interner Überlegungen, sondern um ein Beispiel für schlechte Zensur. Ich denke, dass die Autoren eigentlich die Tatsache verdecken wollten, dass die NASA nicht ausschließt, dass außerirdisches Leben die Erde bereits besucht hat oder derzeit besucht. Ich finde diesen Aspekt faszinierend. Mir erscheint schon der Umstand faszinierend, dass sie diesen Zusatz überhaupt verbergen wollten. Hätten sie diesen Zusatz gar nicht erst verdeckt, so wäre diese Aussage zwar immer noch ziemlich cool, aber an und für sich gar nicht so faszinierend. Die Tatsache, dass sie gerade diesen Zusatz aber in den früheren FOIA-Versionen geschwärzt haben, erscheint mir doch sehr merkwürdig. (…)“

Bevor sich das Dokument Informationen über frühere Missionen mit Bezügen zur Suche nach Exoplaneten (also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems) beschäftigt, sind große Teile des Dokuments weiterhin geschwärzt.

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Mond-Rover soll “mysteriöse Hütte” auf der Rückseite des Mondes erkunden


Seit 2019 erkundet der chinesische Rover „Yutu-2“ (Jadehase-2) die von der Erde abgewandte Seite des Mondes. Jetzt hat die chinesische Raumfahrtbehörde CNSA eine Aufnahme eines Objekts am Horizont veröffentlicht, dass sich anhand seiner würfelartig erscheinenden Form und Größe deutlich von der Umgebung unterscheidet. Der Rover ist nun auf dem Weg zur „mysteriösen Mond-Hütte“, um diese genauer zu erkunden.

Wie die CNSA im Online-Logbuch des Rovers berichtet, wird es noch ein Weilchen dauern, bis das Rätsel um das Objekt am Horizont gelöst werden kann. Der Grund: Die Struktur liegt gute 80 Meter von Yutu-2 entfernt – für den Jadehasen, der seit seiner Ankunft auf dem Mond erst 840 Meter zurückgelegt hat – eine große Distanz. Zudem will die Fahrtstrecke hin zu dem Objekt, das die CNSA selbst als „mysteriöse Hütte“, ein anderes Mal als „Kubus“ (Würfel) bezeichnet, gut geplant sein, um den bekannten Kratern aus dem Weg zu gehen.

Unmittelbar neben dem Objekt befinde sich ein weiterer Krater. Dieser könnte denn auch erste Hinweise auf die Natur des Objekts geben, da es sich um einen großen Felsbrocken handeln könnte, der bei dem den Krater verursachenden Einschlag freigelegt wurde.Kontrastverstärkte Vergrößerung der „Hütte“. Copyright: CNSA / GreWi

Kontrastverstärkte Vergrößerung der „Hütte“.

Bis auf Weiteres will sich aber auch die CNSA nicht genau festlegen und spekuliert (vermutlich eher scherzhaft?) auch über Alternativen: eine „Notunterkunft einer hier bruchgelandeten außerirdischen Mannschaft oder die Reste einer abgestürzten unbekannten irdischen Mond-Mission“. Tatsächlich habe die Entdeckung aber die Fantasie der Rover-Piloten zur Erkundung der „interessanten Dings“ befeuert.

Derzeit zeichnet sich die „Mond-Hütte“ noch sehr klein auf der Aufnahme ab. Da sie nur aus wenigen Pixeln besteht, ist es auch noch zu früh, aus dem Bild auf irgendwelche Details zu schließen. Zusätzlich verzerrt die Pixelreduzierung und -glättung jegliche Formen (siehe Vergrößerung l.), weshalb sich die derzeitig tatsächlich Würfel- oder gar hüttenartig erscheinende Kontur also auch noch als etwas ganz anderes, natürliches herausstellen könnte.

Wie lange der Rover brauchen wird, um das „mysteriöse Hütte“ auf der Rückseite des Mondes zu erreichen, ist derzeit noch unklar. Während einige Nachrichtenseiten und Kommentatoren von wenigen Tagen sprechen, spricht die CNSA selbst von einigen Monaten. Die Verwirrung basiert vermutlich auf den unterschiedlichen Tageslängen auf Erde und Mond. Ein Mond-Tag, von dem die Missionswissenschaftler meist sprechen, dauert fast 30 Erdentage. Offiziell erreicht Yutu-2 eine Geschwindigkeit von 5,5 Zentimetern pro Sekunde. Diese wird meist jedoch noch zusätzlich von Hindernissen verzögert, die der Rover mit komplizierten Manövern eng umfährt, um nicht zu weit von der geplanten Route abzukommen. Das unebene Terrain rund um den Rover erschwert eine direkte Anfahrt der „Mond-Hütte“, weshalb die Angaben der CNSA selbst von zwei bis drei Monaten spricht, realistisch sein dürfte.

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So können Sie die akademische Suche nach außerirdischer Technologie im All und UFOs unterstützen


Screenshot der Startseite des „Galileo Project“ Copyright: Galileo Project

Screenshot der Startseite des „Galileo Project“

Cambridge (USA) – Ende Juli startete der Harvard-Astronom Prof. Avi Loeb gemeinsam mit weiteren hochrangigen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen das „Galileo Project“ zur akademischen Suche nach Hinweisen und Beweisen für außerirdische Technologien im All wie auch – in Form des UFO-/UAP-Phänomens auf der Erde. Nachdem der Start des Projekts von Großspendern finanziert und getragen wurde, gibt es nun für alle Interessierten die Möglichkeit, das „Galileo Project“ direkt mit einer Spende zu unterstützen.

Wie Loeb schon Ende Juli erläuterte verfolgt das Projekt dabei hauptsächlich drei Ziele:

1. Die Erstellung von hochauflösenden Aufnahmen von UAPs (UFOs) mithilfe verschiedener simultaner Detektoren, um damit die Natur dieser Objekte/Phänomene zu ergründen

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. So würde beispielsweise eine Megapixel-Aufnahme der Oberfläche eines an die Größe eines Menschen angepassten UAP-Objekts auf eine Entfernung von einer Meile. (1,6 Kilometer) es erlauben, eine irdische Herkunft von einer außerirdischen zu unterscheiden. Dieses Ziel soll durch die Suche nach UAPs mit einem Netzwerk von mittelgroßen, hochauflösenden Teleskopen und Detektionsanlagen mit entsprechenden Kameras und Computersystemen erreicht werden, die an ausgewählten Orten platziert werden. Die so gewonnenen Daten werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und ihre wissenschaftlichen Analysen transparent kommuniziert.

Symbolbild: Standbild aus einer Videoaufzeichnungen eines Navy-Kampfjets. Copyright: US Pentagon / Navy

Standbild aus einer Videoaufzei

Wir erwarten die extensive Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) und Algorithmischen Konzepten, um atmosphärische Phänomene wie Vögel, Ballons, Drohnen und potenziellen technologischen Objekten irdischer oder außerirdischer Herkunft zu unterscheiden, die – wie etwa Satelliten – unseren Planeten beobachten.

Zum Zweck der Hochkontrastabbildung, wird jedes Teleskop ein Teil einer Detektor-Anlage orthogonaler und komplementärer Möglichkeiten (Radar, Doppler, hochauflösendes Radar mit synthetischer Apertur, großen Kameras und Teleskopen um sichtbaren und infraroten Frequenzbereich) sein. Wenn dann auf diese Weise ein Objekt einer außerirdischen technologischen Zivilisation bei Erdbeobachtungen etwa in Form eines UAPs/UFOs entdeckt wird, können wir annehmen, dass diese Zivilisation in der Lage ist, passive Radar-, optische und infrarote Technologien zu beherrschen. In einem solchen Fall würde unsere systematische Untersuchung derart detektierter UAPs durch Hochleistungsdetektor-Anlagen im Multispektralbereich verstärkt.

2. Die Suche nach und intensive Erforschung von ‘Oumuamua-ähnlichen interstellaren Objekten

Das Galileo Projekt wird bereits existierende und zukünftige astronomische Beobachtungs- und Durchmusterungsprojekte nutzen, beispielsweise die mit dem Vera C. Rubin Observatory (VRO) geplante Legacy Survey of Space and Time (LSST), um zukünftige interstellare Besucher im Sonnensystem zu entdecken und deren Eigenschaften zu untersuchen.

Möglicherweise gemeinsam mit interessierten Raumfahrtagenturen werden wir Konzepte und Designs für eine startfertige Mission zur Abbildung ungewöhnlicher interstellarer Objekte wie ‘Oumuamua durch deren Abfangen auf ihren Flugbahnen bei Sonnenannäherung entwickeln und mittels bodengestützter Teleskope interstellare Meteore suchen.

3. Suche nach potenziellen Satelliten außerirdischer technologischer Satelliten/Sonden

Ebenfalls mit dem VOR könnte am 2023 die Entdeckung potenzieller kleiner erdbeobachtender außerirdischer Satelliten/Sonden von bis zu einem Meter Größe auf Erdumlaufbahnen in wenigen hundert Kilometern Höhe möglich werden. Sollte eine ferner technologisierte außerirdische Zivilisation allerdings Radar, optische und Infrarot-Teleskope entwickelt haben (Anm. GreWi: die Erde also auch aus deutlich größeren Distanzen beobachten können), so würden erdgestützte Großteleskope notwendig. Hierzu werden wir fortschrittliche algorithmische und KI-gestützte Detektions- und schnelle Filtermethoden entwickeln, die das Galileo Projekt plant, an verschiedenen erdgestützten Teleskopen zu installieren.

Prof. Avi Loeb Copyright/Quelle: Galileo Project

Prof. Avi Loeb
Copyright/Quelle: Galileo Project

Für das „Galileo Project“ hat Professor Avi Loeb ein internationales und interdisziplinäres Team hochrangiger und angesehener Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen versammelt.

Loeb selbst ist seit 1997 Professor für Astrophysik an der Harvard University, seit 2007 Direktor des Institutes for Theory & Computation (ITC) im Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics, seit 2011 Vorsitzender des Fachbereiches Astronomie der Harvard University und seit 2012 dort Inhaber der Frank B. Baird, Jr. Professur of Science. 2012 wurde Loeb in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Loeb ist Vorsitzender des Beratungskomitees des Forschungs-und Entwicklungsprojektes “Breakthrough Starshot”, das sich zum Ziel gesetzt hat, Forschungssatelliten in das der Sonne nächste Nachbarsternsystem Alpha Centauri zu entsenden.

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Astronomen beschreiben neue Klasse lebensfreundlicher Exoplaneten


Künstlerische Darstellung der Oberfläche eines ozeanbedeckten Hycean-Planeten um einen Roten Zwergstern (Illu.). Copyright: University of Cambridge

Künstlerische Darstellung der Oberfläche eines ozeanbedeckten Hycean-Planeten um einen Roten Zwergstern


Cambridge (Großbritannien) – Eine neue Klasse von Exoplaneten, die sich stark vom Vorbild unserer Erde unterscheidet, könnte die Suche nach außerirdischem Leben bedeutend vorantreiben. Da diese Planeten häufiger sind als erdähnliche Planeten, steigt damit auch die Wahrscheinlichkeit auf außerirdisches Leben.

Bei der Suche nach potenziell lebensfreundlichen Planeten haben sich Astronomen bislang auf Planeten konzentriert, die in etwa erdengroß, ähnliche Temperaturen und Zusammensetzungen wie unser Heimatplanet aufweisen. Jetzt aber haben Forschende um Dr. Nikku Madhusudhan von der University of Cambridge eine neue Art von Exoplaneten beschrieben, die vermutlich noch lebensfreundlicher sein könnten als erdähnliche Planeten.

Wie das Team vorab via ArXiv.org und aktuell im The Astrophysical Journal“ (DOI: 10.3847/1538-4357/abfd9c) berichtet, handelt es sich bei den als als „Hycean-Planeten“ bezeichneten Welten um von globalen Ozeanen bedeckte Planeten mit an Wasserstoff-reichen Atmosphären. Für Astrobiologen interessant ist zudem, dass diese Planetenklasse nicht nur häufiger als erdähnliche Planeten, sondern – weil größer als die Erde – auch leichter zu finden sein dürfte.

Vor dem Hintergrund der neuen Erkenntnisse vermuten die Wissenschaftler und Wissenschaftler zudem, dass es nur noch wenige Jahre dauern wird, bis wir auf einem oder mehreren Hycean-Planeten Biosignaturen und damit deutliche Anzeichen für dortiges Leben finden werden. „Hycean-Planeten eröffnen eine völlig neue Perspektive und neue Wege für unsere Suche nach Leben außerhalb des Sonnensystems“, erläutert Madhusudhan.

Schon jetzt hat das Team um Madhusudhan einige Hycean-Kandidaten identifiziert. Diese sind größer und heißer als unsere Erde – besitzen aber dennoch Eigenschaften, unter denen sich an ihrer Oberfläche gewaltige Ozeane halten können, in denen zumindest mikrobiologisches Leben möglich wäre, wie wir es von der Erde aus extremen wässrigen Umgebungen kennen.

Die Eigenschaften dieser Planeten weiten zudem jene Region um einen Stern bedeutsam aus, die als „habitablen Zone“ bezeichnet wird. Die habitable Zone beschreibt jene Abstandsregion um einen Stern, innerhalb derer ein Planet diesen umkreisen muss, damit sich aufgrund gemäßigter Temperaturen flüssiges Wasser – und damit die Grundlage zumindest des irdischen Lebens – bilden und halten kann.

„Diese Planeten könnten also auch dann noch Leben beheimaten, wenn sie eigentlich schon außerhalb der klassischen lebensfreundlichen Zone ihren Stern umkreisen“, so die Forschenden aus Cambridge.

Seit bald 30 wurden mittlerweile Tausende von sogenannten Exoplaneten entdeckt, Planeten also, die einen anderen Stern als unsere Sonne umkreisen. Die große Mehrheit dieser bislang bekannten Exoplaneten sind mindestens groß wie unsere Erde und Netptun. Diese „Super-Erden“ oder „Mini-Neptune“ können entweder hauptsächlich aus Gestein bestehen, Eisriesen mit einer wasserstoffreichen Atmosphäre sein – oder eine Zwischenform annehmen. Die meisten „Mini-Neptune“ sind größer als 1,6 Erden, kleiner als Neptun aber zu groß, um ein felsiges Inneres zu haben. Frühere Studien dieser Planeten hatten gezeigt, dass der Druck und die Temperaturen unterhalb der wasserstoffreichen Atmosphären zu hoch wäre, um hier Leben (wie wir es von der Erde kennen) zu ermöglichen. Dann aber entdeckte Madhusudhans Team mit dem Mini-Neptun „K2-18b“ eine Ausnahme und begann damit, weitere Analysen durchzuführen.

Besagte Analysen führten dann zu der nun beschriebenen neuen Planeten-Klasse der Hycean-Planeten. Diese können bis zu 2,6 Mal größer sein als die Erde und – abhängig von ihrem Stern – atmosphärische Temperaturen von nahezu 200 Grad Celsius aufweisen. Zugleich könnten die Bedingungen in den globalen Ozeanen jedoch zumindest für die Entstehung mikrobischen Lebens geeignet sein.

„Unter dieser neuen Planetenklasse könnte es dann auch sogenannte Dunkle Hycean-Planeten geben, Planeten also, die schwerkraftmäßig (wie der Mond an die Erde) an ihren Stern rotationsgebunden sind, diesem also immer nur eine Seite zuweisen“, so Madhusudhan und führt dazu weiter aus: „Hier wäre es einzig die abgewandte Nachtseite dieser ‚kalten Hycean-Planeten, die zudem auch deutlich weniger Strahlung vom Stern abbekommen würde“.

Tatsächlich sind es gerade Planeten dieser Größe, die die bekannte Exoplaneten-Population dominieren, dennoch bislang aber wesentlich weniger untersucht wurden, als etwa die kleineren Super-Erden. Auf diese Weise sind Hycean-Planeten auch vielversprechende Kandidaten für die Suche nach Lebensspuren außerhalb unseres Sonnensystems. „Tatsächlich könnte sich hier außerirdisches Leben bislang sozusagen direkt vor unseren Augen versteckt haben.“

Allerdings sei es nicht nur alleine die Größe, die einen Hycean-Planeten ausmache, erläutern die Forschenden. „Es braucht auch weitere Aspekte wie etwa die richtige Planeten Masse, Temperatur und atmosphärische Eigenschaften, um einen Planeten als Hycean auszuweisen und zu bestätigen.

Um eben diese Faktoren und Bedingungen auf einem mehrere Lichtjahre entfernten Planeten bestimmen zu können, müssen Astronomen und Astronominnen zunächst überprüfen, ob der Planet seinen Stern innerhalb der passenden Distanz umkreist und dann nach jenen molekularen Signaturen suchen, wie sie die atmosphärischen und inneren Zusammensetzungen dieser Planeten ausweisen und aus denen auf die Existenz potenziell lebensfreundlicher Ozeane geschlussfolgert werden kann. Dann könnten sogenannte Biosignaturen – etwa Sauerstoff, Ozon. Methan und/oder auch Distickstoffmonoxid – vorhandenes Leben verraten, wie sie auch von der Erde als Biosignaturen bekannt sind. Aber auch auf der Erde in geringeren Mengen vorkommende Signaturen wie Chlormethan oder Methylthiomethan könnten auf einem Planeten mit einer wasserstoffreichen Atmosphäre mit wenig Sauerstoff oder Ozon ein vielversprechender Hinweis auf dortiges Leben sein.

„Bislang haben wir uns bei der Frage und Suche nach unterschiedlichen molekularen Signaturen stark auf erdähnliche Planeten konzentriert, was ja auch ein durchaus sinnvoller Anfang ist“, so Madhusudhan. „Angesichts der Hycean-Planeten könnten wir aber eine noch besser Chance haben, verschiedene Spuren-Biosignaturen zu finden. Es ist wirklich faszinierend festzustellen, dass es Leben auch auf Planeten geben könnte, die sich so sehr von unserer Erde unterscheiden.

Schon mit den Teleskopen der nächsten Generation könnten einige der vorhergesagten Biomarker in den Atmosphären von Hycean-Planeten entdeckt werden: „Je größer und wärmer der Planet und wasserstoffreicher seine Atmosphäre, desto wahrscheinlicher wäre es auch, atmosphärische Signaturen schon mit irdischen Teleskopen identifizieren zu können.“

Schon jetzt hat das Team um Madhusudhan einige potenzielle Hycean-Planeten als Hauptkandidaten für eine Untersuchung mit dem Hubble-Nachfolger, dem James Webb Space Telescope (JWST) beschrieben, das noch in diesem Jahr ins All starten soll. Alle diese Planeten umkreisen Rote Zwergsterne in 35 bis 150 Lichtjahren Entfernung – nach astronomischen Maßstäben also direkt vor unserer kosmischen Haustür. Schon jetzt ist eine direkte Beobachtung von K2-18b mit dem JWST fest eingeplant. „Der Nachweis einer dortigen Biosignatur würde unser Verständnis von Leben im Universum grundlegend verändern“. Erklärt der Astronom abschließend. „Wir sollten offen für eine Vielzahl an Orten sein, an denen wir Leben finden werden, ebenso für eine Vielzahl an möglichen Lebensformen. Schließlich hört die Natur nie auf, uns in zuvor kaum vorstellbarer Weise zu überraschen.“



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Piloten zweier Jets meldeten „helles, grünes UFO“


Die Piloten von gleich zwei Maschinen haben unabhängig voneinander Ende Juli von der Sichtung eines UFOs im kanadischen Luftraum über dem Sankt-Lorenz-Golf berichtet. Sie hätten zwischen Quebec und Neufundland ein „helles, grünes, fliegendes Flugobjekt“ beobachtet, das schließlich in eine Wolke geflogen und verschwunden sei.

Das geht jedenfalls aus dem Civil Aviation Daily Occurrence Reporting System (CADORS), einer Datenbank für Flugvorfälle der kanadischen Regierung, hervor, wie am 11. August bekannt wurde. Laut CADORS-Angaben wurde das unidentifizierte Flugobjekt (UFO) vom Piloten einer Maschine vom Typ CC-177 Globemaster III der Royal Canadian Air Force (RCAF), die von einer Basis in Ontario Richtung Köln unterwegs war, und dem Piloten einer KLM-Maschine, die auf dem Weg von Boston nach Amsterdam war, gemeldet.

Militärflugzeug änderte seinen Kurs
Laut Angaben der Datenbank für Flugvorfälle habe die Sichtung des UFOs „keinerlei Auswirkungen“ auf den Betrieb beider Maschinen gehabt. Dem widerspricht allerdings Logistikexperte Steffan Watkins, der die Flugdaten der beiden Maschinen unter die Lupe genommen hat. Seinen Angaben zufolge hat das Militärflugzeug sehr wohl den Kurs verändert und sei rund 300 Meter gestiegen.

Haben die Piloten einen Meteor gesehen?
„Also, ich würde gerne wissen, ob der RCAF-Pilot den Kurs geändert hat, um es zu vermeiden, oder um zu sehen, was es war, oder ob die Kurskorrektur völlig routinemäßig und nur ein Zufall war“, schrieb Watkins auf Twitter (siehe Tweet oben). Er hält es für möglich, dass die Piloten einen Meteor gesehen haben.

Der kanadische Luftfahrtbericht verzeichnete die Sichtung jedenfalls unter dem Sammeletikett „Wetterballon, Meteor, Rakete, UFO“, was ebenfalls einen Meteor nicht ausschließe, berichtet die Website Space.com.

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Riesiger Komet ist auf dem Weg ins Sonnensystem – „Größter Komet, der jemals entdeckt wurde“


Der Komet Bernardinelli-Bernstein ist gigantisch, aber nicht nur seine Ausmaße beeindrucken die Wissenschaft. Er ist auf dem Weg in unser Sonnensystem.

Frankfurt – Lange Zeit galten Kometen als Unheilsbringer, doch diese Zeiten sind vorbei. Heute werden die Himmelskörper von Amateur- und Profiastronom:innen vermessen und auf ihren Bahnen durchs Weltall genau beobachtet. Wird ein Komet mit bloßem Auge am Himmel sichtbar, ist die Freude besonders groß – wie im Sommer 2020, als der Komet Neowise (C2020/F3) wochenlang am Abendhimmel zu sehen* war. Nun haben Forschende ein besonders spektakuläres Exemplar eines Kometen in den Tiefen des Universums entdeckt.

Der Komet Bernardinelli-Bernstein (C/2014 UN271wurde von den Forschern Pedro Bernardinelli und Gary Berstein gesichtet. „Wir haben vielleicht den größten Kometen, der jemals gesehen wurde, entdeckt“, freut sich Bernstein. „Zumindest ist er größer als jeder Komet, der bisher genauer untersucht wurde.“ Komet Bernardinelli-Bernstein befindet sich auf dem Weg von der Oortschen Wolke am Rande des Sonnensystems, in Richtung des Zentrums. Für Astronom:innen ist das eine gute Nachricht: Noch nie wurde ein Komet, der auf dem Weg hinein ins Sonnensystem ist, in so großer Entfernung entdeckt. Die Forschenden haben so viele Jahre Zeit, den Kometen auf seiner Reise zu beobachten.

Riesiger Komet entdeckt – Er fliegt immer weiter ins Sonnensystem hinein

Wie wird der Komet sich verhalten, wenn er sich der Sonne nähert? Generell beginnen Kometen damit, auszugasen, wenn sie in wärmere Regionen kommen, und ihr Eis beginnt, zu schmelzen. Dann entsteht der typische Kometenschweif. All das werden Astronom:innen bei Komet Bernardinelli-Bernstein nun genau verfolgen können. Bisher wird der Himmelskörper auf eine Größe von 100 bis 200 Kilometer geschätzt – das ist etwa zehnmal mehr als bei den meisten bekannten Kometen. Die Himmelskörper gelten als Relikte aus der Vergangenheit, für die Forschung sind sie vor allem interessant, weil man durch sie quasi in die „Vergangenheit“ des Sonnensystems schauen kann. Besonders interessant dürfte es sein, Material des Kometen zu analysieren. „Der Komet hat das Sonnensystem die letzten drei Millionen Jahre nicht besucht“, ist sich Bernstein sicher.

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Die Rückkehr der Dritten Macht: Was die US-Geheimdienste verschweigen


ob ja oder nein…das sieht wohl jeder anders

wie auch immer, nach diesem Buch von Gilbert Sternhoff könnten viele durchaus

wieder Hoffnung finden. 

Zuerst lesen, nachdenken und dann fragen: darf ich noch hoffen?

Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges mehren sich die Anzeichen dafür, dass auf der Erde im Verborgenen eine Dritte Macht existiert. Entstanden in den letzten Tagen des großen Völkerringens hat sie sich in den folgenden Jahrzehnten mittels einer Absetzbewegung und fortschrittlicher Technologien, die den unseren weit überlegen sind, etabliert. Ihr Ziel besteht unverhüllt in der Übernahme der Welt.

Der Zeitpunkt scheint nicht mehr fern, das für ihr „Projekt Zeitenwende“ die letzte Phase eingeleitet wird. Seit dem Jahr 2017 ist auch das UFO-Phänomen aus seinem Schattendasein getreten und hat sich vor allem in den USA durch veröffentlichte und vom Militär für echt erklärte Sichtungen offizielle Anerkennung verschafft.

Sogar eine UFO-Task Force wurde von der US-Regierung eingerichtet. Die alles entscheidende Frage ist: Wer sind SIE? Der im Juni 2021 von den US-Geheimdiensten vorgelegte Bericht verschweigt der Öffentlichkeit die schockierende Wahrheit. Gilbert Sternhoff sieht darin den Endpunkt einer mehr als 75 Jahre andauernden evolutionären Entwicklung und zugleich den Auftakt zu weit umfassenderen Veränderungen.

Die sich gegenwärtig dramatisch verschärfende ökonomische und gesellschaftliche Krise und der damit einhergehende Vertrauensverlust der Bevölkerung in ihre Regierungen lassen eine Zeitenwende tatsächlich unausweichlich erscheinen.

Das vorliegende Handbuch zur Dritten Macht ist das Ergebnis zwanzigjähriger Forschungen seines Autors.

Erheblich erweitert um in den letzten Jahren gewonnene neue Informationen und versehen mit den notwendigen Korrekturen präsentiert es auf reiner Faktenbasis den aktuellen und vor der in naher Zukunft zu erwartenden radikalen Umwälzung auch abschließenden Wissensstand zu diesem Thema.

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„Nachtod-Kontakten“


Die Nachtod-Kontakt-Forscherin Evelyn Elsaesser im Anomalistik-Podcast. Copyright/Quelle: grewi.de / anomalistik.de

Die Nachtod-Kontakt-Forscherin Evelyn Elsaesser im Anomalistik-Podcast.

Emmendingen (Deutschland) – Im Rahmen des neuen „Anomalistik-Podcast“ der Gesellschaft für Anomalistik e.V. (GfA) hat Gastgeber David Garcia in Folge #3 die Schweizer Sterbeforscherin Evelyn Elsaesser am Mikrofon, die sich u.a. mit Nachtod-Erfahrungen beschäftigt hat.

Evelyn Elsaesser erforscht seit über 30 Jahren Nahtoderfahrungen, hat unter anderem mit Prof. Kenneth Ring das Buch „Was wir aus Nahtoderfahrungen für das Leben gewinnen“ verfasst und konzentriert sich seit über 10 Jahren auf spontane „Nachtod-Erfahrungen“. Hierzu erläutert Elsaesser:

„Bei einem Nachtod-Kontakt, haben die Menschen, die diese Erfahrung machen, also die Empfänger, den Eindruck, dass sie von einem Verstorbenen kontaktiert wurden. Die verstorbene Person wird in einer Weise wahrgenommen, die als Hinweis auf ein weiterleben dieser Person interpretiert wird. Nachtod-Kontakte sind spontan, anscheinend von den Verstorbenen initiiert ohne Absicht – und das ist wichtig – und ohne Aufforderung seitens des Empfängers. Nachtod-Kontakte sind auch direkt, ohne Beteiligung von einem Medium (Channeling) oder irgendwelcher Hilfsmittel (Transkommunikation).

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Mysterien: 13.07.1917 – Vatikan hat niemals das dritte Geheimnis von Fatima veröffentlicht


Das Dritte Geheimnis von Fatima sollte spätestens 1959 veröffentlicht werden um den Fall der Kirche in die Hände Beelzebubs zu verhindern. Ratzinger war damals zuständig und publizierte nur Bruchteile des Dritten Geheimnisses. So nahm die Machtergreifung der Adepten des Teufels beim Zweiten Vatikanischen Konzil ihren Lauf.

Der Chef-Exorzist erkannte daß der Rauch Satans im Vatikan aus allen Ritzen stinkt. Er gab ein Interview in dem er auspackte. Er verlangte daß dieses Interview erst veröffentlicht werde wenn er selbst tot sei.

Das Dritte Geheimnis von Fatima enthält unter anderem die vor genau 100 Jahren von der Heiligen Jungfrau Maria in Portugal abgegebene Vorhersage daß die Katholische Kirche von den Kräften der Finsternis und des Bösen unterwandert werde und der Vatikan dann die Kirche der Hölle sei. (Siehe unten die Transkription des handschriftlichen Briefes von 1944 seitens einer der drei Schwestern, die 1917 in Fatima die Wunder erlebten.)

Chef-Exorzist Vater Amorth: Padre Pio kannte das Dritte Geheimnis
Chief Exorcist Father Amorth: Padre Pio Knew The Third Secret

 

Bruder Gabriele furcht seine Stirn und streckt sein Kinn hervor. er wirkt sehr betroffen.

Fr. Gabriele furrows his brow and sticks out his chin. He seems very affected.

„Wahrhaftig,“ sagt er, „eines Tages sagte Pater Pio zu mir sehr sorgenvoll: „Weisst Du was, Gabriele? Es ist Satan der in den Busen der Kirche eingelassen wurde und innerhalb einer sehr kurzen Zeit wird er eine falsche Kirche regieren.“

“Indeed,” he states, “One day Padre Pio said to me very sorrowfully: ‘You know, Gabriele? It is Satan who has been introduced into the bosom of the Church and within a very short time will come to rule a false Church.’”

„Oh mein Gott! eine Art von Antichrist! Wann prophezeite er das Euch?“ frage ich [Zavala].

“Oh my God! Some kind of Antichrist! When did he prophesy this to you?” I [Zavala] ask.

„Es muß um 1960 gewesen sein weil ich damals schon Priester war.“

“It must have been about 1960, since I was already a priest then.”

„Warum hatte Johannes XXIII solche angst davor das Dritte Geheimnis von Fatima zu veröffentlichen, so daß die Menschen nicht dächten daß er der Antipapst oder was auch immer sei …?

“Was that why John XXIII had such a panic about publishing the Third Secret of Fatima, so that the people wouldn’t think that he was the anti-pope or whatever it was …?”

Ein leises, aber wissendes Lächeln lockt die Lippen von Vater Amorth.

„Hat Pater Pio noch etwas über zukünftige Katastrophen gesagt: Erdbeben, Überschwemmungen, Kriege, Epidemien, Hunger …? Hat er auf die gleichen Plagen geweckt, die in den heiligen Schriften prophezeit wurden? „[Fragt Herr Zavala]

„Nichts von der Sache war ihm wichtig, so erschreckend sie auch waren, außer dem großen Abfall innerhalb der Kirche. Dies war die Frage, die ihn wirklich quälte und für die er betete und bot einen großen Teil seines Leidens, gekreuzigt aus Liebe. „[Sagt Fr. Amorth]

„Das dritte Geheimnis von Fatima?“

„Genau.“

„Gibt es eine Möglichkeit, etwas so Schreckliches zu vermeiden, Fr. Gabriele? „

„Es gibt Hoffnung, aber es ist nutzlos, wenn es nicht von Werken begleitet wird. Lasst uns damit beginnen, Rußland dem Unbefleckten Herzen Mariens zu weihen, lasst uns den heiligen Rosenkranz rezitieren, lasst uns alle Gebet und Buße tun … „[Hervorhebung hinzugefügt]

So endet Steve Skojecs eigene Darstellung bestimmter Passagen des neuen Zavala-Buches über Fatima.

Pater Amorth ist ein Zeuge hier, was Padre Pio, den er zum ersten Mal traf, als er selbst ein siebzehnjähriger junger Mann war, sagte ihm direkt und persönlich. Pater Amorth sagt in demselben Interview, dass Padre Pio ihn sogar manchmal sein eigenes spirituelles Tagebuch lesen lasse.

Wie wir schon früher berichteten, hatte Pater Amorth auch schon zu Lebzeiten gesagt, dass er nicht glaube, dass die Weihe von Russland stattgefunden habe (eine Erklärung, die nur von Kardinal Paul Josef Cordes bestätigt wurde). Im Dezember 2015 hatte Pater Amorth gesagt:

Inmitten widersprüchlicher Fatima „Geheimnisse“, eine klare Botschaft scheint es

Ein Foto von einem handschriftlichen portugiesischen Dokument in einer E-Mail im August 2016. Laut Zavala kam die Nachricht von einem anonymen Absender mit einer leeren Betreffzeile und wurde so in seinem Spam-Ordner aufgewickelt, wo es fast fast gelöscht wurde. Aber er behauptet, dass er in einer vorsorglichen Entscheidung beschlossen hat, es zu öffnen und zu sehen, und er „bemerkte sofort, dass es ein Text über die Erscheinungen von Fatima war.“

Tuy 1. September 1944 oder 1. April 1944

 

Jetzt werde ich das dritte Fragment des Geheimnisses offenbaren: Dieser Teil ist der Abfall in der Kirche!

Unsere Dame zeigte uns die Person, die ich als den „heiligen Vater“ vor einer Menge beschreibe, die ihn jubelte.

Aber es war ein Unterschied von einem wahren heiligen Vater, seinem teuflischen Blick, dieser hatte den Blick des Bösen.

Dann, nach einigen Momenten sahen wir denselben Papst, der in eine Kirche eintrat, aber diese Kirche war die Kirche der Hölle; Es gibt keine Möglichkeit, die Hässlichkeit dieses Ortes zu beschreiben. Es sah aus wie eine graue Zement-Festung mit gebrochenen Winkeln und Fenstern ähnlich den Augen; Es hatte einen Schnabel im Dach des Gebäudes.

Als nächstes hobten wir unsere Augen zur Muttergottes, die zu uns sprachen: Sie sahen den Abfall in der Kirche; Dieser Brief kann vom heiligen Vater eröffnet werden, aber er muss nach Pius XII. Und vor 1960 angekündigt werden.

Im Reich Johannes Paul II. Muss der Grundstein des Peters Grabes entfernt und nach Fatima verlegt werden.

Weil das Dogma des Glaubens nicht in Rom konserviert ist, wird seine Autorität beseitigt und an Fatima geliefert.

Die Kathedrale von Rom muss zerstört werden und eine neue in Fatima gebaut.

Wenn 69 Wochen nach dieser Ankündigung angekündigt wird, setzt Rom seinen Gräuel fort, die Stadt wird zerstört.

Unsere Dame erzählte uns, dass dies geschrieben steht, [in] Daniel 9: 24-25 und Matthäus 21: 42-4

2.) Der „Blick des Bösen“ des Papstes in der Vision ist sehr ähnlich, was viele Katholiken (ich eingeschlossen) haben beschrieben, wenn ich den Papst Franziskus nach seiner Wahl sehe. Dies ist jedoch kein falsifizierbarer Anspruch, der es auch als objektive Kriterien für die Bewertung der Echtheit verlässt.

3.) Die Behauptung des „Abfalls in der Kirche“ doviert mit dem von Dr. Alice von Hildebrand vorgelegten Bericht, wie er von OnePeterFive am 12. Mai 2016 veröffentlicht wurde, in dem sie ein Gespräch mit ihr und ihrem Mann im Juni 1965 enthüllte „Ein Priester namens Msgr. Mario Boehm … der seit vielen Jahren einer der Top-Redakteure von L’Osservatore Romano war. „Wie Frau von Hildrebrand erzählt hat:

Das Thema Fatima kam auf. Mein Mann hat die Frage aufgeworfen: „Warum wurde das dritte Geheimnis von Fatima nicht aufgedeckt?“ Für die Heilige Jungfrau hatte gesagt, dass es mit den Gläubigen im Jahr 1960 geteilt werden sollte.

Don Mario: Es wurde nicht wegen seines Inhalts aufgedeckt. Mein Mann: Was war so ängstlich darüber? Msgr. Boehm (als gut ausgebildeter Italiener) sagte nicht, dass er es gelesen hatte, aber darauf hingewiesen, dass der Inhalt ängstlich war: „Infiltration der Kirche ganz oben“. Es zerschmetterte uns, aber bestätigte die Angst meines Mannes, dass die Art und Weise, wie das Vatikanische Konzil ausgelegt wurde, die Kirche den schrecklichen Gefahren aussetzen würde. Ach, diese Angst war gut begründet.

anklicken

.

Der Text lautet auf Englisch:

A slight but knowing smile curls the lips of Father Amorth.

Did Padre Pio say anything else to you about future catastrophes: earthquakes, floods, wars, epidemics, hunger …? Did he allude to the same plagues prophesied in the Holy Scriptures?” [asks Mr. Zavala]

Nothing of the sort mattered to him, however terrifying they proved to be, except for the great apostasy within the Church. This was the issue that really tormented him and for which he prayed and offered a great part of his suffering, crucified out of love.” [says Fr. Amorth]

The Third Secret of Fatima?”

Exactly.

“Is there any way to avoid something so terrible, Fr. Gabriele?”

There is hope, but it’s useless if it’s not accompanied by works. Let us begin by consecrating Russia to the Immaculate Heart of Mary, let us recite the Holy Rosary, let us all do prayer and penance …”  [emphasis added]

Thus ends Steve Skojec’s own presentation of certain passages of the new Zavala book on Fatima.

Father Amorth is a witness here to what Padre Pio – whom he first met when he himself was a seventeen-year-old young man – told him directly and personally. Father Amorth states in that same interview that Padre Pio even let him sometimes read his own spiritual diary.

As we reported earlier, Father Amorth had also already stated during his lifetime that he did not believe that the Consecration of Russia has taken place (a statement which was just confirmed by Cardinal Paul Josef Cordes). In December of 2015, Father Amorth had said:

Amidst Conflicting Fatima “Secrets,” a Clear Message Shines

a photo of a handwritten Portugese document in an email in August of 2016. According to Zavala, the message came from an anonymous sender with a blank subject line, and thus wound up in his spam folder where it was very nearly deleted. But he claims that in a providential decision, he decided to open it and take a look, and he “immediately noticed that it was a text about the apparitions of Fatima.” The text reads, in English:

Tuy September 1, 1944 or April 1, 1944

 

Now I am going to reveal the third fragment of the secret: This part is the apostasy in the Church!

Our Lady showed us the individual who I describe as the ‘holy Father’ in front of a multitude that was cheering him.

But there was a difference from a true holy Father, his devilish gaze, this one had the gaze of evil.

Then, after some moments we saw the same Pope entering a Church, but this Church was the Church of hell; there is no way to describe the ugliness of that place. It looked like a gray cement fortress with broken angles and windows similar to eyes; it had a beak in the roof of the building.

Next, we raised our eyes to Our Lady who said to us: You saw the apostasy in the Church; this letter can be opened by the holy Father, but it must be announced after Pius XII and before 1960.

In the kingdom of John Paul II the cornerstone of Peter’s grave must be removed and transferred to Fatima.

Because the dogma of the faith is not conserved in Rome, its authority will be removed and delivered to Fatima.

The cathedral of Rome must be destroyed and a new one built in Fatima.

If 69 weeks after this order is announced, Rome continues its abomination, the city will be destroyed.

Our Lady told us that this is written,[in] Daniel 9:24-25 and Matthew 21:42-4

2.) The “gaze of evil” of the pope in the vision is very similar to what many Catholics (myself included) have described perceiving when first seeing Pope Francis after his election. This is, however, not a falsifiable claim, which also leaves it out as an objective criteria for evaluating authenticity.

3.) The allegation of “apostasy in the Church” dovetails with the report given by Dr. Alice von Hildebrand, as published by OnePeterFive on May 12, 2016, in which she revealed a conversation she and her husband had in June of 1965 with “a priest named Msgr. Mario Boehm…who had been one of the top editors of L’Osservatore Romano for many years.” As Mrs. von Hildrebrand recounted:

The topic of Fatima came up. My husband raised the question, “Why was the third secret of Fatima not revealed?” For the Holy Virgin had said it should be shared with the faithful in 1960.

Don Mario: It was not revealed because of its content. My husband: What was so fearful about it?  Msgr. Boehm (as a well-trained Italian) did not say that he had read it, but intimated that the content was fearful: “infiltration of the Church to the very top”. It shattered us but confirmed my husband’s fear that the way Vatican II was interpreted was going to expose the Church to terrible dangers. Alas, this fear was well founded.

.

https://astrologieklassisch.wordpress.com/2017/08/14/der-vatikan-hat-niemals-das-dritte-geheimnis-von-fatima-veroeffentlicht/

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Denver Illuminaten Airport – Ist an den Gerüchten was dran?


Immer wieder tauchen Theorien auf, beim Denver Airport handle es sich um eine geheime Zentrale der Illuminaten, die von dort aus den Weltuntergang planen.

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UFO-Journalist nach Pentagon-Bericht: Objekte „von irgendeiner Art von Intelligenz gesteuert“


Vergangenen Freitag veröffentlichte das Pentagon einen Geheimbericht über UFO-Beobachtungen des US-Militärs seit 2004. Darin sei „ganz klar die Rede von einer möglicherweise überlegenen Technologie, die die Amerikaner nicht haben“, sagt UFO-Journalist Robert Fleischer. Ein Interview mit „RT DE“.

Am 25. Juni hat das Pentagon einen UFO-Geheimbericht der „UAP Task Force“ veröffentlicht. In dem geht es um die Auswertung von 144 Himmelserscheinungen, die seit 2004 vom US-Militär beobachtet wurden. Nur eine davon könne erklärt werden. Ansonsten lässt der Bericht aber auch viele Fragen offen. Margo Zvereva hat sich darüber mit dem Journalisten in Sachen UFO-Forschung Robert Fleischer unterhalten.

Die Bedeutung des nun veröffentlichten Geheimberichtes liege laut Fleischer „eindeutig darin, dass hier zum ersten Mal ganz offen eingeräumt wird, dass natürliche Erklärungen nur für einen kleinen Teil der Fälle in Betracht kommen, und dass sie eben doch ungewöhnliche Bewegungsmuster oder Flugeigenschaften festgestellt haben, die man so nicht kennt, die auch gegen unsere Naturgesetze verstoßen“. Es sei hier „ganz klar die Rede von einer möglicherweise überlegenen Technologie, die die Amerikaner nicht haben.“ Und weiter:

„Es fliegen und tauchen da hoch entwickelte technische Geräte herum in unserer Atmosphäre und unter Wasser, die wir uns nicht erklären können und die offenbar von irgendeiner Art von Intelligenz gesteuert werden.“

Fleischer wünscht sich eine Verstetigung der offiziellen Beobachtung des UFO-Phänomens und hofft darauf, dass diesem Bericht weitere Veröffentlichungen folgen werden. Denn dafür gäbe es nach Ansicht des Journalisten einen guten Grund. Fleischer meint:

„Wir sind als Menschheit ja an dem Punkt, dass wir gerade dabei sind, den Horizont unseres eigenen Planeten für immer zu überschreiten. Wir reden über Mondbasen, wir reden über Marslandungen. Da wäre es doch nicht schlecht, wenn man sich mal ein bisschen damit beschäftigt, ob wir nicht die Einzigen sind in der Gegend.“

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US-Geheimdienstchef warnt: UFOs zeigen Technologie, gegen die sich die USA nicht wehren können


Nach der Veröffentlichung des lang erwarteten UFO-Berichtes der US-Regierung in der vergangenen Woche hat der ehemalige Chef des US-Geheimdienstes John Ratcliffe nun gewarnt, dass einige der Objekte ein technisches Niveau aufweisen, gegen das sich die USA nicht verteidigen können.

Ex-US-Geheimdienstchef warnt: UFOs zeigen Technologie, gegen die sich die USA nicht wehren können

Der ehemalige US-Direktor der nationalen Nachrichtendienste (Director of National Intelligence) John Ratcliffe erklärte, dass unidentifizierte Luftphänomene (UAP), auch bekannt als UFOs, Technologie zu nutzen scheinen, die die Vereinigten Staaten nicht besitzen und gegen die sie sich nicht verteidigen können.

Ratcliffe äußerte sich in einem Interview des US-Nachrichtensenders Fox News am 26. Juni. Einen Tag zuvor würde ein lang erwarteter Bericht der US-Regierung über UAP (UFOs) veröffentlicht. Darin fanden sich „keine eindeutigen Hinweise darauf“, dass es eine „nicht-terrestrische Erklärung“ für die Luftphänomene gibt. Doch die Möglichkeit eines außerirdischen Ursprungs ließ Ratcliffe offen und sagte:

„Ich bin eigentlich froh, dass es einen Bericht gibt. Die Quintessenz ist, dass unidentifizierte Luftphänomene – in sehr vielen Fällen sind wir in der Lage, sie aus Gründen wie visuellen Störungen oder Wetterphänomenen oder ausländischen Gegnern und deren Technologien oder sogar unseren eigenen experimentellen Technologien mit bestimmten Flugzeugen und Fahrzeugen zu erklären. Was dieser Bericht wirklich unterstreicht, ist, dass es eine Reihe von Fällen gibt – und die genaue Anzahl bleibt geheim – aber eine Reihe von Fällen, in denen wir all das ausgeschlossen haben. Und es gibt Technologien, die wir nicht haben und gegen die wir ehrlich gesagt nicht in der Lage sind, uns zu verteidigen – basierend auf den Dingen, die wir gesehen haben, mit anderen Worten, Mehrfachsensoren, wo nicht nur Menschen es optisch wahrnehmen, sondern wo es von Radar erfasst wird, wo es von Satelliten gesehen wird. Es ist eine Frage der nationalen Sicherheit. Es ist nicht gut zu sagen: ‚Mensch, wir haben keine guten Antworten‘, und so müssen wir eine größere Diskussion führen, um herauszufinden, worum es genau geht.“

Former DNI John Ratcliffe is more candid in his assessment than the recent UAP report. His views, though, are shared by many of those closest to the issue, including myself. It is a slow process but we are inching toward the raw facts. https://t.co/3zqATgYa0B— Christopher K. Mellon (@ChrisKMellon) June 27, 2021

Der Bericht wurde am Freitagnachmittag vom US-Amt des Direktors der Nationalen Sicherheit (ODNI) veröffentlicht. Der gesamte nicht geheim gehaltene Bericht ist lediglich neun Seiten lang, inklusive zwei Seiten Anhang mit Begriffserklärungen. Darin heißt es:

„UAP stellen eine Gefahr für die Flugsicherheit dar und könnten eine breitere Gefahr darstellen, wenn einige Fälle eine ausgeklügelte Sammlung gegen die militärischen Aktivitäten der USA durch eine ausländische Regierung darstellen oder einen Durchbruch in der Luft- und Raumfahrttechnologie durch einen potenziellen Gegner demonstrieren.“

Im Bericht wurden 144 Meldungen genannt, von denen 80 „die Beobachtung mit mehreren Sensoren betrafen“. Während einige UAP „auf Sensoranomalien zurückzuführen sein könnten“, stellen die meisten „wahrscheinlich physische Objekte dar“, da sie „über mehrere Sensoren registriert wurden, einschließlich Radar, Infrarot, elektrooptisch, Waffensuchgeräte sowie visuelle Beobachtung“.

UFO-Alarm! US-Regierung veröffentlicht lang erwarteten UFO-Bericht

UFO-Alarm! US-Regierung veröffentlicht lang erwarteten UFO-Bericht

Von den 144 Meldungen gab es 21 – die sich auf 18 Vorfälle bezogen –, die „ungewöhnliche UAP-Bewegungsmuster oder Flugcharakteristika“ beschrieben. Beobachtet wurden z. B. Bewegungen gegen den Wind, plötzliche Manöver oder Bewegung mit „beträchtlicher Geschwindigkeit, ohne erkennbare Antriebsmittel“.

US-Senator Marco Rubio, ein Republikaner aus Florida, hatte den Vorsitz des Geheimdienstausschusses des US-Senats inne, als dieser den ODNI-Bericht über UFOs anforderte. Er sagte am Freitag, dass „das Verteidigungsministerium und die Geheimdienstgemeinschaft noch eine Menge Arbeit vor sich haben, bevor wir tatsächlich verstehen können, ob diese Bedrohungen aus der Luft ein ernsthaftes nationales Sicherheitsrisiko darstellen.“

Das Pentagon gründete im vergangenen August die Unidentifizierte Luftphänomene Arbeitsgruppe (Unidentified Aerial Phenomena Task Force), um Beobachtungen von Flugobjekten unbekannter Herkunft zu untersuchen. Die Arbeitsgruppe zielte darauf ab, solche Ereignisse „zu erkennen, zu analysieren und zu katalogisieren“ sowie einen „Einblick zu gewinnen“ in die „Art und Herkunft“ von UFOs, sagte das Pentagon.

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Studie: Leben in Jupiter-Atmosphäre möglich


Symbolbild: Blick der NASA-Sonde „Juno“ in die wolkenschwere Atmosphäre des Jupiter. Copyright: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS
Blick der NASA-Sonde „Juno“ in die wolkenschwere Atmosphäre des Jupiter.

Eine neue Studie nordirischer Astrobiologen liefert eine Sensation: Während es in der wolkendichten Atmosphäre der Venus viel zu wenig Wasser gibt, um selbst bakterielles Leben – wie wir es von der Erde kennen – zu ermöglichen, bietet die dichte Atmosphäre des Gasriesen Jupiter hingegen nicht nur ausreichend Wasser, sondern auch weitere positive Bedingungen für dortiges Leben.

Zuvor hatten Messdaten die Anwesenheit des potenziellen Biomarkers Phosphin in den gemäßigten und damit potenziell lebensfreundlichen Schichten der Venus-Atmosphäre nahegelegt – eine Entdeckung bzw. Interpretation der Daten, die seither unter Wissenschaftlern umstritten ist und kontrovers diskutiert wird.

Wie nun das Team um den Astrobiologen Dr. John E. Hallsworth und Dr. Philip Ball von der irischen Queen‘s University aktuell im Fachjournal „Nature Astronomy“ (DOI: 10.1038/s41550-021-01391-3) berichtet, haben sie die Menge an Wasser in der Venusatmosphäre anhand der dortigen Konzentration von Wassermolekülen, die sogenannte Wasser-Aktivität, gemessen.

Das Ergebnis: Die Menge an Wasser in den stark schwefelhaltigen Wolken der Venus ist hundert Mal geringer als die Mindestmenge an Wasser, die zumindest jedes bislang bekannte irdische Leben benötigt, um zu existieren.

Während die Studie also die Wahrscheinlichkeit für mikrobisches Leben auf der Venus bzw. in deren Atmosphäre minimiert, zeichnet die Studie ein gänzlich gegenteiliges Szenario für die Atmosphäre des Gasriesen Jupiter. Hier sei nicht nur ausreichend „Wasseraktivität“, sondern auch milde Temperaturen vorhanden, um mikrobisches Leben zu ermöglichen – vorausgesetzt auch andere Zutaten wie die notwendigen Nährstoffe sind vorhanden.

„Die Suche nach außerirdischem Leben (im Sonnensystem) war bislang etwas zu vereinfacht auf Wasser als solches konzentriert“, erläutert Ball. „Wie unsere Ergebnisse zeigen, dass alleine die Anwesenheit von Wasser nicht ausreicht, um auf die tatsächliche Lebensfreundlichkeit einer Umwelt zu schließen. Vor dem Hintergrund des irdischen Lebens sollten wir auch damit beginnen, irdisches Leben als Maßstab zu betrachten und zu fragen, ob eine Umwelt ausreichend Wasser für diese biologischen Prozesse zur Verfügung stellt.“

Die nun ermittelten Wasseraktivitäten auf Venus und Jupiter basieren zudem nicht auf Modellen, sondern konkreten Messungen und Beobachtungen zu den vorhandenen Druckverhältnissen, Temperatur und Wasserkonzentrationen. Als Vergleichswerte haben die Forschenden ihre Berechnungen auch für Erde und Mars angestellt und zeigen zudem, dass Ähnliches auch für Planeten außerhalb des Sonnensystems (Exoplaneten) möglich sind.

Hintergrund
Erstmals über Leben in den Jupiterwolken spekulierten Wissenschaftler im Seotember 2018, als Messdaten Großen Roten Flecks auf dem Gasplaneten Jupiter die chemische Signatur von Wasser oberhalb der tiefsten Wolken des Planeten aufzeigten.

Tatsächlich hat Jupiter alle für Leben wie wir es kennen benötigten Zutaten und schon in den 1970er Jahren machten sich Wissenschaftler um den bekannten US-Astronom Carl Sagan in einer Studie Gedanken darüber, wie Leben innerhalb der Jupiteratmosphäre aussehen könnte.

Während in den tiefen Atmosphärenschichten der Druck und die damit einhergehenden Temperaturen wohl zu hoch für Leben wären, spekulierten Sagan und Kollegen in ihrem Gedankenexperiment über Leben in der oberen Jupiter-Atmosphäre (s. Video.). in Form kleiner (Sinkers) aber auch riesiger ballonförmiger Wesen (Floaters), die in der Atmosphäre schweben und die von anderen Lebewesen (Hunters) gejagt werden.

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„Obwohl unsere Ergebnisse nicht von sich behaupten können, dass außerirdisches Leben in Form von Mikroben existiert, zeigen sie dennoch, dass es auch auf anderen Himmelskörpern im Sonnensystem ausreichend Wasseraktivität für Leben, wie wir es kennen gibt – und das an Orten, die wir zuvor nicht in Betracht gezogen hatten.

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