Weltgrößte Radioteleskop-Anlage beginnt Suche nach außerirdischen Signalen


Künstlerische Darstellung der Suche nach intelligenten außerirdischen Signalen im Rahmen der SETI-Initiative “Breakthrough Listen” mit dem MeerKAT-Teleskop-Anlage in Südafrika. Eines der ersten Ziele ist das o.l. abgebildete, uns nächstgelegene Dreifachsternsystem Alpha Centauri (Illu.).Copyright: Danielle Futselaar / Breakthrough Listen / SARAO

Künstlerische Darstellung der Suche nach intelligenten außerirdischen Signalen im Rahmen der SETI-Initiative “Breakthrough Listen” mit dem MeerKAT-Teleskop-Anlage in Südafrika. Eines der ersten Ziele ist das o.l. abgebildete, uns nächstgelegene Dreifachsternsystem Alpha Centauri (Illu.).
Copyright: Danielle Futselaar / Breakthrough Listen / SARAO

Vanderbijlpark (Südafrika) – Im Rahmen ihrer Suche nach Signalen außerirdischer Intelligenzen (Search for Extraterresrial Intelligence, SETI) hat die SETI-Initiative „Breakthrough Listen“ damit begonnen, mit der weltweit größten Radioteleskop-Anlage „MeerKAT“ in Südafrika nach intelligenten Signalen aus dem All zu suchen.

Wie das „Breakthrough Listen“-Team um Dr. Andrew Siemion aktuell auf einer Konferenz des „South African Radio Astronomy Observatory” (SARAO) berichtete, erweitere die Suche mit MeerKAT die Anzahl der bisherigen Ziele um den Faktor 1.000.

Die Breakthrough-Ingenieure, Astronomen und Astronominnen haben in den vergangenen drei Jahren die leistungsfähigsten digitalen Instrumente zur Suche nach Technologie-Signaturen entwickelt und installiert. Auf diese Weise erweitert die MeerKAT-Anlage die bisherigen Bemühungen mit den Green Bank Telescope (GBT) in den USA und dem australischen Parkes Telscope sowie mit weiteren Teleskopen weltweit.

Statt jedoch wie am GBT oder Parkes gewaltige Antennenschüsseln auf Ziele am Himmel auszurichten, beobachtet die MeerKAT-Anlage mit bislang 64 kleineren Antennen einen 50-mal größere Himmelsausschnitt wie mit GBT zugleich. „Ein so großes Sichtfeld beinhaltet in der Regel zeitgleich viele Sterne, die für unsere Suche nach Technosignaturen interessant sind“, erläutert Siemion. „Mit neuen Supercomputern können wir die 64 Antennen so zusammenschalten, dass wir hochauflösende Scans dieser Ziele in exzellenter Sensibilität erstellen können, ohne in die Arbeit anderer Astronomen mit MeerKAT störend einzugreifen.“ Auf diese Weise könne „Breakthrough Listen“ eine der weltweit größten und leistungssträksten Radioteleskopanlagen 24 Stunden lang, 7 Tage die Woche für SETI simultan zu sonstigen astronomischen Beobachtungen nutzen.

“Mit MeerKAT werden wir in der Lage sein, innerhalb von zwei Jahren mehr als eine Million nahe Sterne (nach Signalen) nach Transmittern abzusuchen, die den stärksten Radiosignalen von der Erde entsprechen, wenn sie au seiner Distanz von 250 Lichtjahren beobachtet würden”, erläutert die MeerKAT-Projektwissenschaftlerin Dr. Cherry Ng

Eines der ersten Ziele der SETI-Beobachtungskampagne mit MeerKAT wird unser nächstes Nachbarsystem Alpha Centauri sein. Schon um den dortigen Zwergstern Proxima Centauri sind zwei Planeten bekannt, die diesen innerhalb dessen potentiell lebensfreundlicher (habitablen) Zone umkreisen.

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