UFOs in der Ukraine! Ukrainische Astronomen veröffentlichen Ergebnisse von UAP-Beobachtungen


Beispiele der als „Phantome“ bezeichneten unidentifizierten Flugobjekte bzw. Phänomene, die in der UAP-Studie des Main Astronomical Observatory der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine beschrieben werden. Copyright: Zhilyaev, Petukhov und Reshetnyk, Arxiv.org 2022

Beispiele der als „Phantome“ bezeichneten unidentifizierten Flugobjekte bzw. Phänomene, die in der UAP-Studie des Main Astronomical Observatory der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine beschrieben werden.
Copyright: Zhilyaev, Petukhov und Reshetnyk, Arxiv.org 2022

Kiew (Ukraine) – In Folge des neuerwachten internationalen politischen wie wissenschaftlichen Interesses an unidentifizierten Flugobjekten und Phänomenen im Luftraum, hat auch das Main Astronomical Observatory der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine (MAO-NAS) eine eigene und UFO/UAP-Studie ins Leben gerufen und deren erste Ergebnisse sobenen veröffentlicht.

Wie die MAO-NAS-Astronomen Boris Zhilyaev, Vladymyr Petukhov und V. M. Reshetnyk vorab via ArXiv.org berichten, nutzen sie derzeit die Tageslicht-Farbvideokameras zweier Meteor-Beobachtungsstationen, zum einen in Kiew und zum anderen im 120 Kilometer südlich der ukrainischen Hauptstadt gelegenen Dorf Vinarivka. Die UAP-Beobachtungen laufen parallel zu den eigentlichen astronomischen Beobachtungen, mit denen Meteore detektiert werden sollen. „Hierfür haben wir eine besondere Beobachtungstechnologie entwickelt, um UAP-Eigenschaften zu detektieren und zu bewerten“, berichtet das Forscher-Trio.

Basierend auf den so gewonnen Daten, erklären die Astronomen zwei Arten von UFOs bzw. UAP entdeckt zu haben und bezeichnen diese zum einen als „Cosmics“ und zum anderen als „Phantoms“. Hierzu führen sie weiter aus: „Als ‚Cosmics‘ bezeichnen wir leuchtende Objekte, die heller sind als der Himmel im Hintergrund. Als ‚Phantoms‘ (Phantome) bezeichnen wir hingegen dunkle Objekte, die sich bis zu 50 Prozent vom Hintergrund absetzten.“

In ihrem Paper beschreiben die ukrainischen Astronomen eine Vielzahl von UAP/UFOs und erklären dazu weiter: „Wir sehen (diese Objekte) überall und wir beobachten dabei eine bedeutende Anzahl von Objekten, deren Natur nicht eindeutig ist.“

Zu diesen Objekten gehören demnach einzelne Objekte, Gruppen und ganze Geschwader. Anhand ihrer Beobachtungen und Messungen glauben die Forscher bestimmen zu können,  dass sich die unidentifizierten Objekte, die sie von bekannten Flugobjekten unterscheiden, „mit Geschwindigkeiten von 3 bis zu 15 Grad pro Sekunde fortbewegen“.

Da die beiden genutzten Observatorien rund 120 Kilometer voneinander entfernt, die Kameras aber synchronisiert sind, gelang den Forschern auch die Detektion eines variablen Objekts auf einer Flughöhe von 1170 Kilometren gelang. „Dieses Objekt blinkt innerhalb eines hundertstell Bruchteils einer Sekunde mit durchschnittlich 20 Hz.“

Einige der „Phantome“ seien derart dunkel bzw. vollständig schwarz, dass sie selbst keinerlei Licht oder sonstige Strahlung absorbieren, berichten Zhilyaev, Petukhov und Reshetnyk.

Die Distanz einiger Objekte wollen die Astronomen anhand farbmetrischer Messungen bestimmt haben. Damit sei es möglich gewesen, die Entfernung einiger der beobachteten „Phantome“ mit 10 bis 12 Kilometern (Höhe?) zu bestimmen. „Entsprechend schätzen wir die Größe dieser Objekte auf 3 bis 12 Meter und ihre Geschwindigkeiten auf bis zu 15 Kilometer pro Sekunde (54.000 km/h).“

Bei dem hier besprochenen Artikel handelt es sich um eine Vorabveröffentlichung, die noch nicht den üblichen wissenschaftlichen Prozess der Expertenbegutachtung und -kritik (Peer Review) durchlaufen hat. Mit Bekanntwerden des Papers haben sich auch schon erste Kritiker zu Wort gemeldet. Diese Hinterfragen zum einen die Aussagekraft der angewandt Entfernungsbestimmung (farbmetrische Analyse) und verweisen anhand der Aufnahmen der dunklen „Phantome“ auf Ähnlichkeiten zu Abbildungen von dicht vor vergleichbaren Kameras vorbeifliegenden Insekten oder Vögeln. Es bleibt also abzuwarten, ob das Paper, die Methodik und darauf basierenden Schlussfolgerungen der Astronomen einer ergebnisoffenen kritischen Prüfung und Debatte standhalten.

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