Mond-Rover soll “mysteriöse Hütte” auf der Rückseite des Mondes erkunden


Seit 2019 erkundet der chinesische Rover „Yutu-2“ (Jadehase-2) die von der Erde abgewandte Seite des Mondes. Jetzt hat die chinesische Raumfahrtbehörde CNSA eine Aufnahme eines Objekts am Horizont veröffentlicht, dass sich anhand seiner würfelartig erscheinenden Form und Größe deutlich von der Umgebung unterscheidet. Der Rover ist nun auf dem Weg zur „mysteriösen Mond-Hütte“, um diese genauer zu erkunden.

Wie die CNSA im Online-Logbuch des Rovers berichtet, wird es noch ein Weilchen dauern, bis das Rätsel um das Objekt am Horizont gelöst werden kann. Der Grund: Die Struktur liegt gute 80 Meter von Yutu-2 entfernt – für den Jadehasen, der seit seiner Ankunft auf dem Mond erst 840 Meter zurückgelegt hat – eine große Distanz. Zudem will die Fahrtstrecke hin zu dem Objekt, das die CNSA selbst als „mysteriöse Hütte“, ein anderes Mal als „Kubus“ (Würfel) bezeichnet, gut geplant sein, um den bekannten Kratern aus dem Weg zu gehen.

Unmittelbar neben dem Objekt befinde sich ein weiterer Krater. Dieser könnte denn auch erste Hinweise auf die Natur des Objekts geben, da es sich um einen großen Felsbrocken handeln könnte, der bei dem den Krater verursachenden Einschlag freigelegt wurde.Kontrastverstärkte Vergrößerung der „Hütte“. Copyright: CNSA / GreWi

Kontrastverstärkte Vergrößerung der „Hütte“.

Bis auf Weiteres will sich aber auch die CNSA nicht genau festlegen und spekuliert (vermutlich eher scherzhaft?) auch über Alternativen: eine „Notunterkunft einer hier bruchgelandeten außerirdischen Mannschaft oder die Reste einer abgestürzten unbekannten irdischen Mond-Mission“. Tatsächlich habe die Entdeckung aber die Fantasie der Rover-Piloten zur Erkundung der „interessanten Dings“ befeuert.

Derzeit zeichnet sich die „Mond-Hütte“ noch sehr klein auf der Aufnahme ab. Da sie nur aus wenigen Pixeln besteht, ist es auch noch zu früh, aus dem Bild auf irgendwelche Details zu schließen. Zusätzlich verzerrt die Pixelreduzierung und -glättung jegliche Formen (siehe Vergrößerung l.), weshalb sich die derzeitig tatsächlich Würfel- oder gar hüttenartig erscheinende Kontur also auch noch als etwas ganz anderes, natürliches herausstellen könnte.

Wie lange der Rover brauchen wird, um das „mysteriöse Hütte“ auf der Rückseite des Mondes zu erreichen, ist derzeit noch unklar. Während einige Nachrichtenseiten und Kommentatoren von wenigen Tagen sprechen, spricht die CNSA selbst von einigen Monaten. Die Verwirrung basiert vermutlich auf den unterschiedlichen Tageslängen auf Erde und Mond. Ein Mond-Tag, von dem die Missionswissenschaftler meist sprechen, dauert fast 30 Erdentage. Offiziell erreicht Yutu-2 eine Geschwindigkeit von 5,5 Zentimetern pro Sekunde. Diese wird meist jedoch noch zusätzlich von Hindernissen verzögert, die der Rover mit komplizierten Manövern eng umfährt, um nicht zu weit von der geplanten Route abzukommen. Das unebene Terrain rund um den Rover erschwert eine direkte Anfahrt der „Mond-Hütte“, weshalb die Angaben der CNSA selbst von zwei bis drei Monaten spricht, realistisch sein dürfte.

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