Ufo-Bericht: US-Geheimdienst will außerirdische Technologie nicht ausschließen


Der US-Geheimdienst-Bericht zu Ufo-Sichtungen wird bald veröffentlicht. Viele Vorfälle bleiben ungeklärt. Was man vom Bericht erwarten kann.

Washington D.C. – Die Spannung in den USA steigt. Bis zum 25. Juni soll dem Kongress ein Bericht über ungeklärte Phänomene im US-amerikanischen Luftraum vorgelegt werden. Den Bericht arbeiten US-Geheimdienste aus, basierend auf Sichtungen vor allem des Militärs, darunter Pilot:innen der US-Navy. Sie wollen regelmäßig Objekte mit Hyperschallgeschwindigkeit in mehreren tausend Metern Höhe beobachtet haben. Noch bevor der Bericht öffentlich zugänglich wird, wurden bereits Inhalte klassifizierter Dokumente bekannt.

USA: Ufo-Bericht kurz vor der Freigabe

Wie die New York Times unter Berufung auf hochrangige Regierungsbeamte berichtet, haben die US-Geheimdienste keine Beweise dafür gefunden, dass es sich bei den Sichtungen um Raumschiffe oder Technologien von Außerirdischen handelt. Allerdings wird diese Möglichkeit weder ausgeschlossen noch kann ein überwiegender Teil der Ufo-Sichtungen erklärt werden.

Bei den allermeisten der mehr als 120 gemeldeten Vorfälle in den letzten zwei Jahrzehnten seien zudem weder das Militär noch eine US-amerikanische Technologie beteiligt gewesen. Dass die Navy-Pilot:innen also etwas gesehen hatten, was die Regierung geheim halten sollte, gilt als ausgeschlossen.

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Das sei auch so ziemlich die einzige aussagekräftige Erkenntnis, die man den Dokumenten entnehmen könne. Es heißt vor allem, dass die beobachteten Phänomene in der Luft schwer zu erklären seien, insbesondere die rasante Beschleunigung der Objekte sowie ihre Fähigkeit zum schnellen Richtungswechsel und Untertauchen. Die mögliche Erklärung eines Wetterballons lasse sich aufgrund von Änderungen der Windgeschwindigkeit nicht in allen Fällen anwenden.

Viele Ufo-Sichtungen in den USA bleiben ungeklärt

Auch mögliches Mitwirken ausländischer Militärs sei untersucht worden. Wenigstens einige der Fälle führt der Geheimdienst im wahrscheinlichsten Fall auf experimentelle Technologie der US-Rivalen zurück – wohl aus Russland oder China, heißt es. Ein Regierungsbeamter habe sofort gewusst, dass es sich nicht um Technologien der USA handle. Er sei besorgt, dass Russland oder China mit Fliegern mit Hyperschallgeschwindigkeit experimentieren. Damit hätten sie die US-Forschung nämlich abgehängt.

Erst durch Druck von Kongressabgeordneten hatten das Pentagon und die Geheimdienste beschlossen, die Sichtungen als potenzielles Sicherheitsrisiko zu erkennen. Laut Michael Waltz, einem Abgeordneten der Republikaner, habe er bei den Briefings den Eindruck bekommen, dass „keiner weiß, was zu tun ist“. Waltz sagte gegenüber CNN: „Es ist verstörend. Ist es außerirdisches Leben oder haben unsere Gegner oder jemand anderes Fähigkeiten, die alles überschreiten, was wir verstehen, verfolgen oder dem wir etwas entgegensetzen können? In jedem Fall ist es wirklich schlimm.“ Piloten berichteten, dass sie Flugkörper ohne sichtbaren Motor und Abgasfahne sichten konnten. Sie steigen demnach auf Höhen von bis zu 30.000 Fuß (9,144 Kilometer) und erreichen Hyperschallgeschwindigkeit.

„Die Dinger waren den ganzen Tag da draußen“, sagte Lieutenant Ryan Graves, Pilot einer F/A-18F Super Hornet. Mit den Geschwindigkeiten, die er und andere Piloten beobachtet hätten, seien „zwölf Stunden in der Luft – elf mehr, als wir erwartet hätten“. Einige Sichtungen sind auf Video festgehalten worden. Eins aus dem Jahr 2015 zeigt ein Objekt, dass mit hoher Geschwindigkeit über dem Ozean rast, während sich die Piloten fragen, was sie gerade überhaupt sehen.

USA: Geheimdienst will Außerirdische nach Ufo-Sichtungen nicht ausschließen

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